06/18/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/18/2026 03:05
Ehemalige Hofstelle im Pfossental in der Gemeinde Schnals rund 30 Zentimeter außer Lot - Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West in Agentur für Bevölkerungsschutz führt Sicherungsarbeiten durch
Zusammenarbeit bei der Baustelle auf der Mitterkaser Alm (von links): Christian Rainer von der Interessentschaft Untervernagt II, Reinhold Kuppelwieser von der Forststation Naturns, Katharina Mair vom Landesamt für Bau- und Kunstdenkmäler, Valentin Schroffenegger vom Landesamt für Natur, Techniker Martin Eschgfäller, Vorarbeiter Martin Müller und Amtsdirektor Peter Egger vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West, Statiker Siegfried Pohl, Johann Tappeiner von der Interessentschaft Untervernagt II. (Foto: LPA/Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West in der Agentur für Bevölkerungsschutz)SCHNALS (LPA). Die bergseitig gelegene Ebenhöh, eine zweiseitige Mauer mit Erdaufschüttung, die das Gebäude von Lawinen schützen soll, war teilweise zusammengebrochen und drückte auf die bergseitige Hausmauer eines denkmalgeschützten Gebäudes auf der Mitterkaser Alm, einer ehemaligen Hofstelle im Pfossental in der Gemeinde Schnals, das Gebäude stand deshalb rund 30 Zentimeter außer Lot. "Bei einem Ortsaugenschein wurde uns die Situation von den Eigentümern, der Interessentschaft Untervernagt II, geschildert", berichtet der Direktor des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung West in der Agentur für Bevölkerungsschutz Peter Egger: "Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht und es ein Landesgesetz aus dem Jahr 1975 vorsieht, dass wir bei denkmalgeschützten Strukturen zu deren Sicherung Arbeiten durchführen dürfen, nahmen wir uns der Sache an."
"Die Gruppe mit Vorarbeiter Martin Müller begann Anfang Mai diesen Jahres mit Unterstützung eines Schreitbaggers die Sofortmaßnahme mit dem teilweisen Abtrag der Ebenhöh", fasst Techniker Martin Eschgfäller vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West zusammen: "Es folgte die Freilegung der bergseitigen Gebäudemauer und Entlastung des Gebäudes durch Entfernen der Material- und Mauerreste, die auf das Gebäude drückten, und der Wiederaufbau der Ebenhöh durch zwei mit dem Denkmalamt und dem Statiker abgesprochenen Mauertypen: Drahtschotterkörben, gefüllt mit vor Ort vorhandenen Mauersteinen in den nicht einsehbaren Bereichen, und Trockenmauern mit vor Ort vorhandenen Mauersteinen in den Sichtbereichen. Nach der Wiederherstellung der Ebenhöh durch die Wiederaufschüttung mit dem abgetragenen Material und dem Auflegen der abgeschälten Rasenziegel haben die Arbeiter eine Stein- und Schotter-Drainage bergseitig der Ebenhöh zum schadlosen Ableiten der Schmelz- und Hangwasser entlang des gesamten Gebäudekomplexes errichtet."
Innerhalb dieser Woche werden die Arbeiter der Wildbachverbauung die Arbeiten abschließen, indem sie die Drainage fertigstellen und den bergseitigen Stichweg auf eine Breite von zwei Meter zurückbauen. Auch die Baustelle wird rückgebaut und die betroffene Fläche mittels Trockensaat, einer Weidemischung für hohe Lagen, begrünt.
"Das Vorhaben konnte zur höchsten Zufriedenheit aller Beteiligten abgewickelt werden", unterstreicht Amtsdirektor Peter Egger: "Das Instrument der Sofortmaßnahme und die Durchführung der Arbeiten in Eigenregie haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir rasch und so effizient und bewahrend wie möglich arbeiten konnten."
Die Arbeiten wurden inhaltlich von Katharina Mair vom Landesamt für Bau- und Kunstdenkmäler begleitet. Die Statik wurde von Ingenieur Siegfried Pohl überwacht, und den Bereich Holzbau hatte Roland Weithaler von der Zimmerei Weithaler übernommen. Beteiligt waren auch Valentin Schroffenegger vom Landesamt für Natur und Reinhold Kuppelwieser von der Forststation Naturns sowie Christian Rainer und Johann Tappeiner von der Interessentschaft Untervernagt II und Lukas Rainer von der Gemeinde Schnals.
Die weiteren Sicherungs- und Bauarbeiten am Almgebäude selbst betreffen die Wildbachverbauung nicht mehr, ebenso alle erforderlichen Abdeckungen oder Einhausungen, um die Gebäudeteile vor allfällig eintretendem Regenwasser zu schützen. Diese müssen nun von den Eigentümern veranlasst und finanziert werden.
In das Projekt wurden 120.000 Euro an Landesgeldern investiert.