WHO - World Health Organization Regional Office for Europe

06/02/2026 | Press release | Archived content

EU und WHO weiten Maßnahmen gegen den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda aus

Die Europäische Union (EU) und die WHO haben ihre Zusammenarbeit zur Unterstützung der nationalen Behörden bei der Bekämpfung der andauernden Ebola-Ausbrüche in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda vertieft. Ziel ist es, die Übertragung rasch einzudämmen, die Bevölkerung zu schützen und die Vorsorge in der Region zu stärken und auf diese Weise letztlich Menschenleben zu retten.

Mit Unterstützung der EU und in enger Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden und ihren Partnern weitet die WHO die koordinierten Maßnahmen in den Bereichen Überwachung, Infektionsschutz und -bekämpfung, Bürgerbeteiligung sowie Kontinuität der gesundheitlichen Grundversorgung aus. Dieser Ansatz ist Ausdruck des Engagements, mit dem die EU ihre Partnerländer in Krisenzeiten unterstützt und zugleich die Risiken für die Menschen in Europa durch frühzeitiges und gemeinsames Handeln mindert.

Wie Kommissarin Hadja Lahbib immer wieder betont hat, sind Investitionen in die Vorsorge, schnelle Reaktion und multilaterale Zusammenarbeit sowohl ein humanitäres Gebot als auch eine strategische Notwendigkeit.

"Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda erfordert ein entschiedenes internationales Vorgehen. Die EU unterstützt die Reaktion auf den Ausbruch durch humanitäre Hilfe, Vorsorgemaßnahmen und eine enge Zusammenarbeit mit der WHO, dem Afrikanischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten, den nationalen Behörden und ihren Partnern vor Ort. Diese Unterstützung erstreckt sich auch auf Krankheitsüberwachung sowie auf Forschung und Entwicklung von Diagnostika und Impfstoffen. Die EU steht den betroffenen Gemeinschaften zur Seite und ist nach wie vor entschlossen, der Ausbreitung des Virus Einhalt zu gebieten", so die Kommissarin.

Als Reaktion auf den andauernden Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda stellt die EU Mittel für die humanitäre Hilfe im Umfang von 15 Mio. €, davon 5 Mio. € speziell für die WHO, bereit, um Notfalleinsätze in den betroffenen Gebieten und zudem auch Vorsorge- und Präventionsmaßnahmen in den Nachbarländern der Demokratischen Republik Kongo und Ugandas zu unterstützen. Darüber hinaus hat die EU ihre humanitäre Luftbrücke gestartet, die dazu dient, 100 Tonnen Hilfsgüter, darunter Medikamente, persönliche Schutzausrüstung, Materialien zur Infektionsbekämpfung, Zelte und operative Ausrüstung für Teams an vorderster Front, in den Osten der Demokratischen Republik Kongo zu liefern.

Ferner hat die Europäische Kommission durch eine Kofinanzierung in Höhe von 1,5 Mio. € für die regionale Notlagenzentrale der WHO in Dakar bereits die Bereitstellung von 6,3 Tonnen medizinischen Hilfsgütern für die Demokratische Republik Kongo unterstützt, darunter Probenentnahme-Kits, Kits für virales hämorrhagisches Fieber (spezielle persönliche Schutzausrüstung) und Medikamente sowie Notfallkapazitäten für Expertenteams vor Ort.

"Viren machen nicht an Grenzen Halt - und unsere Partnerschaft ebenso wenig", sagte Dr. Hans Henri P. Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa. "Die Partnerschaft der EU mit der WHO bei der schnellen Reaktion, dem Austausch von Sachverstand, Investitionen in Überwachung, Genomsequenzierung und Impfstoffforschung sowie der raschen Bereitstellung von Hilfsgütern vor Ort ist genau das, was wirksames multilaterales Handeln ausmacht. Ich möchte der EU persönlich für ihre Solidarität mit den Menschen in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda in diesem kritischen Moment danken. Zudem ist dies ein eindrucksvoller Beleg dafür, was Europa und Afrika erreichen können, wenn wir als echte Partner zusammenarbeiten."

"Vielen Dank, Kommissarin Lahbib, dass Sie uns bei der Reaktion auf den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda zur Seite stehen", sagte Dr. Mohamed Yakub Janabi, WHO-Regionaldirektor für Afrika. "Die rasche Unterstützung der EU wird vor Ort wahrlich etwas bewirken. Diese - schnell, konkret und im Zeichen echter Solidarität geleistete - Unterstützung ist entscheidend, wenn es darum geht, die Tätigkeit unserer Teams und Labore aufrechtzuerhalten und die Sicherheit unserer Einsatzkräfte an vorderster Front zu gewährleisten."

Sie ist Bestandteil eines umfassenderen finanziellen Hilfspakets der EU zur Bewältigung der Ebola-Krise in beiden Ländern. In diesem Rahmen werden die Kapazitäten der Europäischen Kommission für humanitäre und gesundheitliche Notlagen so gebündelt, dass sie sowohl die Sofortreaktion als auch die Vorsorge, darunter Diagnostik und medizinische Gegenmaßnahmen, unterstützen. Die Unterstützung erfolgt über die WHO, damit die von der Region geleiteten und von der WHO koordinierten Maßnahmen vor Ort gestärkt werden.

Diese Zusammenarbeit ist Ausdruck der gemeinsamen Erkenntnis, dass gesundheitliche Bedrohungen nicht an Grenzen Halt machen und dass es für die globale und europäische Gesundheitssicherheit unerlässlich ist, die Ausbruchsbekämpfung direkt an der Quelle zu unterstützen. Zudem ist sie eine praktische Ausprägung der unlängst vorgestellten EU-Initiative für Resilienz im Bereich der globalen Gesundheit, die politisches Engagement in konkretes Handeln überführt, und zwar durch eine leistungsfähige multilaterale Partnerschaft, die der WHO eine zentrale Rolle zuweist.

Die gemeinsame Reaktion stützt sich auf die Führungskompetenz der WHO-Regionaldirektoren für Afrika und Europa, Dr. Janabi und Dr. Kluge, die aktiv für eine stärkere regionsübergreifende Zusammenarbeit als Eckpfeiler einer wirksamen Vorsorge für und Reaktion auf gesundheitliche Notlagen in einem sich wandelnden multilateralen Umfeld geworben haben.

Die EU und die WHO bekräftigen ihre Entschlossenheit, weiterhin zusammenzuarbeiten, um die Ausbrüche unter Kontrolle zu bringen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber künftigen gesundheitlichen Notlagen zu stärken.

Faktenblätter, aktuelle Fallzahlen, Neuigkeiten zum Ausbruch und vieles mehr sind unter dem Link zur Ebola-Seite der WHO verfügbar.

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