04/29/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/29/2026 07:55
Magdeburg. In der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt sind heute drei Krankenhäuser aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen für ihr besonderes Engagement im Bereich Organspende ausgezeichnet worden. Für Sachsen-Anhalt erhielt das Klinikum Cracau bei Pfeiffers der Universitätsmedizin Magdeburg die Ehrung auf Vorschlag der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).
Ministerpräsident Sven Schulze würdigte die ausgezeichneten Einrichtungen und machte zugleich deutlich: "Die Zahl der Organspenden reicht weiterhin nicht aus. Viele schwer kranke Menschen warten dringend auf ein lebensrettendes Organ."
Ministerpräsident Sven Schulze sagt: "Klar ist: wer ein Organ spendet, rettet Leben. Für viele Menschen auf der Warteliste zählt jeder Tag, oft geht es um ihre letzte Hoffnung. Deshalb dürfen wir beim Thema Organspende nicht länger zögern, sondern müssen handeln."
In Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr 35 Menschen Organe gespendet. Im Jahr 2024 waren es 22. Gleichzeitig standen Ende März dieses Jahres 242 Menschen im Land auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Sachsen-Anhalt verfügt über 36 Entnahmekrankenhäuser.
"Organspenden sind nur möglich, wenn Menschen sich solidarisch zeigen und einer Spende zustimmen. Zwar steht eine Mehrheit der Bevölkerung der Organspende positiv gegenüber, doch oft fehlt eine klare Entscheidung. Dann müssen Angehörige in einer ohnehin belastenden Situation entscheiden. Eine Widerspruchsregelung könnte helfen, die Spenderzahlen zu erhöhen, Wartelisten zu verkürzen und Angehörige zu entlasten", betonte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne.
Ministerpräsident Sven Schulze warb dafür, sich bewusst mit dem Thema auseinanderzusetzen und eine persönliche Entscheidung festzuhalten.
Sven Schulze weiter: "Viele Menschen sagen Ja zur Organspende - aber zu wenige halten dieses Ja auch fest. Dann bleiben Familien im schwersten Moment mit einer Entscheidung allein. Das können wir ändern. Mit einem Organspendeausweis schafft man Klarheit, entlastet Angehörige und kann Leben schenken."
Das Klinikum Cracau wurde insbesondere für vorbildliche Strukturen im Organspendeprozess geehrt. Dazu zählen klare Abläufe, regelmäßige Schulungen, das enge Zusammenspiel von Intensivmedizin, Pflegepersonal und Transplantationsbeauftragten sowie ein sensibler Umgang mit Angehörigen.
Der Ministerpräsident erklärt: "Im Klinikum Cracau wird sichtbar, was Verantwortung im besten Sinne heißt: höchste medizinische Qualität, Menschlichkeit und ein Team, das in schwierigen Stunden über sich hinauswächst. Dafür danke ich allen Beschäftigten von Herzen."
Neben dem Klinikum Cracau wurden das Elblandklinikum Meißen und das Universitätsklinikum Jena ausgezeichnet. Die Ehrung findet jährlich für jeweils ein Krankenhaus aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen statt.
Foto: v.l.n.r. Katharina Schenk (Gesundheitsministerin Thüringen), Ministerpräsident Sven Schulze, Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne, Frank-Peter Wieth (Abteilungsleiter Gesundheitsministerium Sachsen)
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