06/22/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/22/2026 07:07
veröffentlicht am 22.06.2026
Aufarbeitung ohne Verharmlosung und Verklärung: Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke hat heute bei einem Arbeitstreffen mit SED-Opferverbänden und Initiativen die Bedeutung der Aufarbeitung der DDR-Geschichte hervorgehoben. Gemeinsam mit Dr. Maria Nooke, der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, hatte er zu Gesprächen in die Potsdamer Staatskanzlei eingeladen.
Woidke betonte: "Wenn wir verhindern wollen, dass jemals wieder eine Diktatur entsteht, ist es wichtig, auch die DDR-Geschichte kompromisslos aufzuarbeiten und die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten. Ich bin den vielen Aktiven in den Opferverbänden und Aufarbeitungsinitiativen sehr dankbar, die Betroffenen eine Stimme geben und dafür sorgen, die Mechanismen der Unterdrückung offenzulegen und die vielen individuellen Erinnerungen zu bewahren. Das bedeutet nicht, positive Lebenserfahrungen zu verleugnen. Aber es bedeutet, das Unrecht in der DDR klar zu benennen, und den Opfern ein Stück Gerechtigkeit widerfahren zu lassen."
Aufarbeitungsbeauftragte Nooke hob hervor: "Das konstruktive jährliche Treffen mit den Aufarbeitungsinitiativen hat erneut verdeutlicht, wie wichtig der Dialog mit dem Brandenburger Ministerpräsidenten ist. Seine klare und unmissverständliche Haltung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zeigt das gemeinsame Fundament für die historische Erinnerungsarbeit im Land. Die Anliegen der Betroffenen und die Aufklärung von Unrecht bleiben eine zentrale Aufgabe und brauchen auch weiterhin politische Unterstützung."
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