Austrian Federal Chancellery

09/25/2026 | Press release | Distributed by Public on 09/25/2026 02:18

Staatssekretär Pröll lud zum Rosch ha-Schana Empfang ins Bundeskanzleramt

25. September 2026 Staatssekretär Pröll lud zum Rosch ha-Schana Empfang ins Bundeskanzleramt

Pröll: "Jüdisches Leben gehört selbstverständlich zu Österreich"

Anlässlich des jüdischen Neujahrs 5787 hat der für die Bekämpfung von Antisemitismus zuständige Staatssekretär Alexander Pröll am Donnerstag zum traditionellen Rosch ha-Schana Empfang in das Bundeskanzleramt geladen. Vertreterinnen und Vertreter jüdischen Lebens in Österreich sowie Gäste aus Politik, Religion, Gesellschaft und Diplomatie kamen zusammen, um das neue jüdische Jahr zu begehen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

"Rosch ha-Schana steht für Neubeginn, Zuversicht und den Blick auf das kommende Jahr. Ich wünsche allen Jüdinnen und Juden in Österreich ein gutes, friedliches und süßes neues Jahr. Jüdisches Leben gehört selbstverständlich zu Österreich. Es soll hier sicher, sichtbar und mit Zuversicht gelebt werden können. Dafür trägt der Staat Verantwortung - und dafür müssen wir jeden Tag eintreten."
Staatssekretär Alexander Pröll

Der Empfang im Bundeskanzleramt hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Zeichen der Verbundenheit mit dem jüdischen Leben in Österreich entwickelt. Im Mittelpunkt stehen Begegnung und Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der jüdischen Gemeinschaft.

"In stürmischen Zeiten hat das Jahr 5787 ausgesprochen positiv begonnen - mit der Wiedereröffnung des 200 Jahre alten Stadttempels. Möglich war das, weil die Stadt Wien und die Bundesrepublik Österreich je ein Drittel der Kosten übernommen haben. Vielen Dank", sagte Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.

Angesichts des anhaltend hohen Niveaus antisemitischer Vorfälle bleibt zugleich der entschlossene Kampf gegen Antisemitismus eine zentrale Aufgabe der Bundesregierung. Mit der Nationalen Strategie gegen Antisemitismus 2.0 hat Österreich seine Maßnahmen in diesem Bereich weiter ausgebaut. Die Strategie umfasst 49 Maßnahmen bis 2030 und verbindet Prävention und Bildung, den Schutz jüdischen Lebens sowie die Bekämpfung von Antisemitismus im digitalen und öffentlichen Raum.

Deutsch führte aus, dass Rosch ha-Schana zur Umkehr einlade: "Das gilt für alle. Wenn Israel dämonisiert wird, landet das irgendwann bei uns: in Schulen, auf der Straße, online, vor unseren Einrichtungen werden Juden und Jüdinnen angefeindet, weil andere über Israel Unwahrheiten verbreiten. Auch für politische Parteien, deren Nähe zum Nationalsozialismus nicht mit der Gründung endete, gibt es die Möglichkeit zur Umkehr. Sie beginnt mit einem aufrichtigen Umgang mit der eigenen Geschichte und mit der Verantwortung, die daraus folgt - und nicht mit Diffamierungen der jüdischen Gemeinde in Österreich."

"Unser Ziel darf sich nicht darin erschöpfen, jüdisches Leben vor Antisemitismus zu schützen. Wir wollen ein Österreich, in dem Jüdinnen und Juden ihre Religion, ihre Kultur und ihre Traditionen selbstverständlich und offen leben können. Ein Empfang wie dieser ist deshalb auch ein Zeichen dafür, was wir bewahren und stärken wollen: lebendiges jüdisches Leben mitten in unserer Gesellschaft", so Pröll abschließend.

Schana tova u'metuka - ein gutes und süßes neues Jahr!

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