Federal Ministry of the Interior of the Republic of Austria

01/17/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/17/2026 05:00

Nationale Risikoanalyse und Resilienz-Strategie veröffentlicht

Mit der Veröffentlichung der nationalen Risikoanalyse und der österreichischen Resilienz-Strategie setzt die Bundesregierung die im Oktober 2025 beschlossene Umsetzung der EU-Richtlinie im "Resilienz Kritischer Einrichtungen Gesetz" (RKEG) um. Die beiden Dokumente bilden die Grundlage für den systematischen Schutz kritischer Einrichtungen und Infrastrukturen in Österreich.

Die nationale Risikoanalyse und die österreichische Resilienz-Strategie liegen seit Jänner 2026 vor. Damit werden zentrale Instrumente des "Resilienz Kritischer Einrichtungen Gesetzes" (RKEG), das im Oktober 2025 beschlossen wurde, erstmals umfassend angewendet. Innenminister Gerhard Karner betonte: "Das Ziel ist klar: Schutz der lebenswichtigen Einrichtungen in unserem Land, um die Versorgung der Menschen sicherzustellen. Dieser eingeschlagene Weg wird konsequent fortgesetzt." Staatssekretär Jörg Leichtfried ergänzte: "Mit der Risikoanalyse und der Resilienz-Strategie machen wir Österreich krisenfest. Damit nehmen wir unsere staatliche Verantwortung wahr und schützen die Bevölkerung. So wird gewährleistet, dass wesentliche Dienstleistungen in unserem Land auch bei Stromausfällen, technischen Störungen, hybriden Angriffen oder bei Sabotageakten verlässlich funktionieren. Österreich ist somit in der Lage, proaktiv und dynamisch auf die geänderte sicherheitspolitische Lage zu reagieren."

Umsetzung des "Resilienz Kritischer Einrichtungen Gesetzes"

Mit der nationalen Risikoanalyse und der Resilienz-Strategie schafft die Bundesregierung einen verbindlichen Rahmen, um lebenswichtige Dienste wie Energie, Gesundheit, Verkehr und digitale Infrastruktur systematisch abzusichern.

Präventiver Ansatz der Risikoanalyse

Die nationale Risikoanalyse dient der frühzeitigen Identifikation und Bewertung potenzieller Gefährdungen. Berücksichtigt werden Naturgefahren wie Hochwasser, Hitzeperioden und Trockenheit, technische Risiken wie großflächige oder länger andauernde Stromausfälle sowie internationale Gefahren, wie etwa Sabotage oder hybride Bedrohungen. Darüber hinaus werden sektorübergreifende Abhängigkeiten, grenzüberschreitende Risiken sowie Low-Probability- und High-Impact-Szenarien analysiert.
Die Ergebnisse der Risikoanalyse stellen eine verbindliche Grundlage für staatliche Steuerungsentscheidungen dar und dienen den Betreibern kritischer Einrichtungen gleichzeitig als Orientierung.

Strategischer Rahmen durch die Resilienz-Strategie

Die österreichische Resilienz-Strategie (ÖSRKE) baut auf den Ergebnissen der Risikoanalyse auf und definiert strategische Zielvorgaben für den Umgang mit identifizierten Risiken. Schwerpunkte liegen auf der Stärkung der sektorübergreifenden Resilienz, der Erhöhung der Transparenz über Abhängigkeiten zentraler Vorleistungen, der Integration physischer und cyberbezogener Sicherheitsaspekte, der Kooperation und dem Informationsaustausch sowie der Unterstützung kritischer Einrichtungen.

Ein klarer Steuerungs- und Koordinierungsrahmen unter Verantwortung des BMI stellt sicher, dass Risikoanalyse, Identifikation kritischer Einrichtungen und Maßnahmen kohärent ineinandergreifen. Die nationale Risikoanalyse und die österreichische Resilienz-Strategie werden regelmäßig evaluiert und angepasst.

Artikel Nr: 29909 vom Samstag, 17. Jänner 2026, 11:55 Uhr
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