07/06/2026 | Press release | Distributed by Public on 07/06/2026 10:52
In Niederösterreich gab es im vergangenen Jahr knapp 83.600 Anzeigen wegen Übertretungen im Schwerverkehr. Seit Jahresbeginn kam es zu keiner Schlepperfestnahme im Bereich der Westautobahn.
Die Kontrolle des Schwerverkehrs ist eine zentrale verkehrspolizeiliche Aufgabe, um Sicherheit auf den österreichischen Straßen zu gewährleisten. Die Bundespolizei nimmt im operativen Bereich diese Aufgabe für die jeweiligen Verkehrsbehörden wahr und bedient sich hierbei mittlerweile modernster Technik. Dadurch konnte in den vergangenen zwei Jahren - seit der Einführung dieser Technik - der Kontrollerfolg maßgeblich gesteigert werden.
Aktuell sind diese Effizienzsteigerungen besonders relevant: Am 1. Juli 2026 wurden EU-weit die Ruhezeit- und Fahrtenschreiberbestimmungen für den Schwerverkehr ausgeweitet. Intelligente Fahrtenschreiber der zweiten Generation (G2V2) sind nun für alle gewerblich genutzten Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,5 bis 3,5 Tonnen im internationalen Verkehr verpflichtend. Innenminister Karner besuchte aus diesem Anlass die Beamtinnen und Beamten der Landesverkehrsabteilung (Landespolizeidirektion Niederösterreich) am Verkehrskontrollpunkt Wolfsbach.
"Die Sicherheit der Menschen steht im Fokus aller Maßnahmen. Sowohl bei den Maßnahmen zur Bekämpfung der Schleppermafia, aber auch bei den notwendigen Kontrollen im Schwerverkehr", betonte Innenminister Gerhard Karner.
Engmaschiges Kontrollnetz - mehr Anzeigen
Seit der Einführung der neuen Kontrollsoftware im Jahr 2024 ist die Zahl der festgestellten Übertretungen deutlich gestiegen. Im Jahr 2025 wurden bei 15.935 Kontrollen insgesamt 83.560 Anzeigen in Niederösterreich erstattet. Rund die Hälfte der Anzeigen sind Übertretungen der Lenk- und Ruhezeiten.
Die neue Software ermöglicht durch erweiterte technische Möglichkeiten eine gezieltere Vorselektion und feinere Detektion von Übertretungen. Dadurch dauern einzelne Kontrollen zwar länger, sind aber deutlich treffsicherer.
Verkehrskontrollpunkte werden auch für fremdenpolizeiliche Planquadrate genutzt
Die Verkehrskontrollpunkte in Niederösterreich werden auch für sogenannte fremdenpolizeiliche Planquadrate genutzt. Das Ziel dabei ist, Kontrollmaßnahmen zur Bekämpfung der Schleppermafia zu setzen. Die Zahl der Aufgriffe an der einst stark belasteten burgenländisch-ungarischen Grenze ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. In der letzten Woche kam es im Burgenland lediglich zu 6 Aufgriffen nach einem illegalen Grenzübertritt. Diese Entwicklung zeigt sich auch in Niederösterreich: keine Schlepperfestnahmen seit Jahresbeginn im Bereich der Westautobahn.
Artikel Nr: 30490 vom Montag, 6. Juli 2026, 17:30 Uhr
Reaktionen bitte an die Redaktion