01/22/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/22/2026 01:43
22. Januar 2026 | Im Mittelpunkt der Reise von Ministerin Reem Alabali Radovan nach Sierra Leone steht der gemeinsame Kampf gegen den Hunger. Sierra Leone gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist unterernährt. Die Ministerin richtet den Fokus Entwicklungszusammenarbeit gezielt auf Länder, in denen die Not am größten ist - dort, wo Armut und Perspektivlosigkeit ganze Generationen betreffen.
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: "Die Entwicklungspolitik setzt dort an, wo Armut und Hunger Zukunft rauben. Das ist Schwerpunkt Nummer Eins meiner Arbeit. Besonders Kinder und Jugendliche brauchen Entwicklungsperspektiven. Sichere Ernährung macht sie stark fürs Leben und schafft die Basis für eine selbstbestimmte Zukunft. Die deutsche Zivilgesellschaft und internationale Organisationen sind dabei für uns wichtige strategische Partner. In Sierra Leone unterstützt Deutschland mit dem Welternährungsprogramm die Weiterentwicklung des nationalen Schulernährungsprogramms. Diese Partnerschaft schafft einen dreifachen Nutzen: Kinder bekommen täglich eine gesunde Mahlzeit, sie erhalten besseren Zugang zu Bildung und die lokale Wertschöpfung wird gestärkt. So schaffen wir gemeinsam nachhaltige Strukturen weit über akute Nahrungsmittelhilfe hinaus."
Blickt auf Freetown, die Hauptstadt von Sierra Leone
Urheberrecht© Xander Heinl/photothek.net
Wie Ernährungssicherheit konkret wirkt und Kinder, Jugendliche und Gemeinschaften nachhaltig gestärkt werden können, davon macht sich die Entwicklungsministerin in Sierra Leone am 22. und 23. Januar einen direkten Eindruck. Im Fokus stehen dabei partnerschaftliche Ansätze und gemeinsame Projekte, die die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zusammen mit zivilgesellschaftlichen und internationalen Organisationen wie dem Welternährungsprogramm oder der Deutschen Welthungerhilfe umsetzt.
Gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm unterstützt das Entwicklungsministerium (BMZ) das nationale Schulernährungsprogramm. Ziel deutscher Entwicklungspolitik ist es, dass langfristig Sierra Leone und andere Länder ihre Bevölkerung selbst mit guter und ausreichender Nahrung versorgen können. Statt kurzfristiger Nahrungshilfen unterstützen wir, nachhaltige Strukturen im Land aufzubauen. Durch lokale Beschaffung von Lebensmitteln kommen regionale Produkte auf den Teller der Kinder - und gleichzeitig entstehen Arbeitsplätze, Einkommen und nachhaltige Wertschöpfung vor Ort.
Die Deutsche Welthungerhilfe engagiert sich mit Unterstützung des BMZ in Sierra Leone für berufliche Perspektiven für Jugendliche. Rund zwei Drittel der Jugendlichen in Sierra Leone sind arbeitslos oder können von ihrem Arbeitseinkommen nicht leben. Das Projekt "Skill Up! Unlocking success in Green Skills Development for Youth in Sierra Leone" befähigt Jugendliche dazu, ihren Lebensunterhalt und ihre Ernährungsgrundlage durch nachhaltige Landwirtschaft selbst zu sichern.
Während der Reise trifft Ministerin Alablai Radovan auch Familien, Schüler*innen, Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, Unternehmer*innen und Regierungskolleg*innen, um über Ernährungs-, Bildungs-, und Gesundheitsangebote zur Stärkung ganzer Gemeinschaften und Unterstützungsmöglichkeiten auf diesem Weg zu beraten.