07/03/2026 | Press release | Distributed by Public on 07/03/2026 01:55
03.07.2026, Pressemitteilung
Pressemitteilung 39/2026
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat den Quellcode von SPARK-API als Open-Source-Lösung veröffentlicht. Die modulare KI-Komponente ermöglicht die flexible Integration in bestehende Verwaltungsprozesse und unterstützt verschiedene Anwendungsfälle. Ein anschließender Hackathon mit mehr als 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigte weitere Optimierungsmöglichkeiten und förderte die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft.
Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Jarzombek:
"Der SPARK-Hackathon zeigt, was #WirMachen bedeutet: Zum einen stellen wir KI-Lösungen als Open Source bereit. Zum anderen entwickeln wir sie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen der Verwaltung, Fachexpertinnen und Fachexperten aus der Wirtschaft sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weiter. Unter der Devise 'Mitmachen. Nachmachen. Besser machen.' gelingt Nachnutzung!"
Die SPARK-API baut auf einer modularen und flexibel einsetzbaren Architektur auf. Die Komponenten können in verschiedenen Anwendungsfällen und rechtlichen Kontexten eingesetzt und miteinander kombiniert werden. Sie unterschützen sowohl einzelne Verfahrensschritte als auch umfassendere Prozessketten.
Im Vergleich zum SPARK-Workflow, der eine durchgängige Orchestrierung und transparente Abbildung komplexer Gesamtprozesse bietet, zeichnet sich die SPARK API durch hohe Anpassungsfähigkeit und einen dezentralen Betriebsansatz aus. Dieser Ansatz ermöglicht eine schnelle und gezielte Erweiterung bestehender Systeme um KI-Funktionalitäten, ohne deren grundlegende Architektur zu verändern. Die modulare Bereitstellung schafft die notwendige Flexibilität, um einzelne Bausteine bedarfsgerecht zu kombinieren und schrittweise in unterschiedliche Nutzungskontexte zu überführen.
Zeitgleich mit der Veröffentlichung von SPARK-API startete ein Hackathon, um die Lösungen gezielt zu optimieren, ihre Qualität zu sichern und ihre Nachnutzung in unterschiedlichen Kontexten auszuweiten. Das BMDS setzte bewusst auf ein offenes Format, das über die klassische Grundlagenentwicklung hinausgeht. Bereits im Vorfeld war das Interesse groß: Eingegangen waren mehr als 210 Bewerbungen. Die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelten Ideen und Prototypen für die praktische Anwendung im Verwaltungsalltag.
An der Schnittstelle zwischen unstrukturierten Dokumenten (PDF) und strukturierten Datenformaten wie Geodaten wurden KI-Lösungen erarbeitet, die spezifische Daten wie Lagebezüge, Streckenverläufe oder abschnittsbezogene Hinweise mit fachlichen Inhalten aus Verfahrensunterlagen verknüpfen und inhaltlich auswerten. In der Challenge "Safe & Stable" wurden Sicherheitslücken identifiziert und Angriffe bei der LLM-Verarbeitung - wie etwa Prompt Injection - sowie die Wirksamkeit bestehender Guardrails und Sicherheitsmechanismen überprüft. Ziel dieser Challenge war es, in realen Angriffsszenarien zu simulieren, inwieweit sich die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit beeinträchtigen lassen. Nach dem Hackathon-Motto "Da geht noch mehr!" wurden durch neue KI-Module komplexe, annotierte Dokumente wie Handschrift, farbliche Markierungen oder Parafen zur Klärung von Sachverhalten und Verantwortlichkeiten in der parlamentarischen und behördlichen Praxis erschlossen.
Der Hackathon war der Auftakt zur Weiterentwicklung von SPARK, an der Stakeholder wie die Zivilgesellschaft aktiv beteiligt werden. Nach der Sommerpause sind weitere kollaborative Formate zur Optimierung der KI sowie Workshops zur Nachnutzung durch Bedarfsträger geplant.
SPARK-API- und SPARK-Workflow-Module auf der Plattform OpenCode: https://gitlab.opencode.de/bmds/planungs-und-genehmigungsbeschleunigung
Mehr zu den Inhalten des Hackathons: https://bmds.bund.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/ki-fuer-schnellere-genehmigungen-bmds-richtet-spark-hackathon-aus
Allgemeine Informationen zum Projekt SPARK: https://bmds.bund.de/themen/kuenstliche-intelligenz/ki-in-der-verwaltung/spark