06/18/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/16/2026 18:08
Zur Information - kein offizielles Dokument
UNIS/SGSM/1596
15. Juni 2026
Hetze ist der erste Schritt auf dem Weg zur Entmenschlichung und führt allzu oft zu Gewalt, Konflikten und Gräuelverbrechen. Sie ist ein Werkzeug der Spaltung, das sich gegen bestimmte Gruppen richtet, darunter Frauen, Migrantinnen und Migranten, Flüchtlinge, LGBTQIA+-Menschen, Menschen mit Behinderungen und viele weitere Minderheiten, und häufig auf politischen Gewinn zielt.
Hetze breitet sich in unserem digitalen Zeitalter schneller aus als je zuvor, was durch unregulierte Plattformen und künstliche Intelligenz noch verschärft wird. Allzu viele Algorithmen belohnen Empörung und Spaltung, indem sie zu Lügen für Likes und Gewalt für Klicks anspornen. Die Anonymität online macht es außerdem schwieriger, die Tatverantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Mit praktischen Lösungen lässt sich dieser gefährliche Kreislauf jedoch durchbrechen - angefangen bei Aufklärungsmaßnahmen mit dem Ziel, Hetze zu erkennen und zurückzuweisen, über die Unterstützung derjenigen, die Zielscheibe von Hetze sind, bis hin zu stärkerem Eingreifen seitens der Regierungen und Technologieunternehmen. Die Staaten sind nach dem Völkerrecht klar verpflichtet, Aufstachelung zum Hass zu bekämpfen und Inklusion, die Achtung der Vielfalt und Solidarität zu fördern. Zugleich darf das Recht der freien Meinungsäußerung niemals ein Vorwand für verletzende Äußerungen sein.
Die Strategie und der Aktionsplan der Vereinten Nationen gegen Hetze weisen den Weg, während die Globalen Grundsätze für die Informationsintegrität einen Fahrplan für ein sichereres und ethisch fundierteres digitales Ökosystem bieten.
Nutzen wir diesen fünften Internationalen Tag für die Bekämpfung von Hetze, um Vorurteile in allen ihren Formen zurückzuweisen und gemeinsam eine Welt zu schaffen, die auf Menschenrechten, Würde und Respekt gründet.
* *** *