06/17/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/18/2026 06:32
Finanzspritze zum Schutz vor künftigen Fluten: Mit Unterstützung durch das Umweltministerium hat die Verbandsgemeinde Wethautal (Burgenlandkreis) ein mobiles Hochwasserschutzsystem inklusiver mobiler Netzersatzanlage beschafft - dafür flossen rund 211.200 Euro aus dem Programm "Sachsen-Anhalt KLIMA III". Inklusive des 10-prozentigen Eigenanteils investierte die Kommune rund 234.650 Euro, um Wohnhäuser in den Mitgliedsgemeinden Mertendorf, Wethau und Schönburg vor Hochwasser zu schützen sowie im Notfall Pumpen und betroffene Haushalte mit Strom zu versorgen.
Umwelt-Staatssekretär Dr. Steffen Eichner hat das neue System heute gemeinsam mit Bürgermeisterin Kerstin Beckmann in Augenschein genommen. Er betonte: "Ich freue mich, dass viele Kommunen in Sachsen-Anhalt die dringend notwendige Anpassung an den Klimawandel in den Fokus nehmen. Die riesige Nachfrage nach unserem Förderprogramm 'Klima III' zeigt: Der Schutz vor länger anhaltenden Hitzeperioden sowie die Vorsorge für steigende Gefahren von Hochwasser und Starkregen sind auch hierzulande zunehmend wichtig. Davon werden die Menschen vor Ort profitieren - wie auch in der Verbandsgemeinde Wethautal."
Die an Wethau und Saale gelegene Kommune war bereits mehrfach von Hochwasser betroffen. Besonders groß waren die Schäden an öffentlicher Infrastruktur und privaten Gebäuden dabei in den Jahren 2011 und 2013.
Mit dem Landesprogramm "Sachsen-Anhalt KLIMA III" treibt das Umweltministerium die Anpassung an den Klimawandel voran: Unterstützt werden Investitionen von Kommunen in Starkregenmanagement, Hochwasserschutz und Klimaresilienz. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde das Gesamtvolumen des Förderprogramms, das aus EU-Mitteln (EFRE) finanziert wird, jüngst von 35 auf nunmehr 42 Millionen Euro aufgestockt. Davon entfallen 28,5 Millionen Euro auf Maßnahmen zum Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement sowie 13,5 Millionen Euro auf Vorhaben zur Stärkung der Klimaresilienz. Im Bereich Hochwasser und Starkregen wurden bislang landesweit 34 Maßnahmen mit insgesamt rund 17,5 Millionen Euro bewilligt.