Freistaat Bayern

09/17/2026 | Press release | Distributed by Public on 09/17/2026 04:04

Scharf: „Schauen Sie bitte nicht weg!“ – Gewalt: Prävention und Schutz

Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung gibt es auch in Bayern. Meistens sind es Frauen, die der Zwangsprostitution ausgeliefert sind. Die Initiative "Hinsehen" macht auf ihr Schicksal aufmerksam. Vor dem Oktoberfest appelliert sie an Zivilcourage und zeigt bestehende Hilfs- und Beratungsangebote auf.

Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf unterstützt die Initiative: "Menschenhandel kann Menschen jeden Alters und jeder Herkunft treffen. Täterinnen und Täter nutzen häufig schwierige Lebenssituationen aus - etwa finanzielle Not, fehlende soziale Unterstützung, einen unsicheren Aufenthaltsstatus oder den Wunsch nach Arbeit, Liebe oder einem Neuanfang. Viele Betroffene erkennen zunächst selbst nicht, dass sie ausgebeutet werden. Bei Zwangsprostitution sind sie durch Einschüchterung und Isolation oft schwer erreichbar. Umso wichtiger sind Menschen, die Unterstützung ermöglichen. Im Kampf gegen den Menschenhandel sind wir alle gefordert. Schauen Sie bitte nicht weg." An Betroffene richtet sie den Appell: "Es ist keine Schande Hilfe anzunehmen. Holen Sie sich Hilfe, lassen Sie sich beraten."

Im Mittelpunkt der Aktion steht die Podcastreihe "hinsehen, hinhören". Darin erzählen drei Frauen von Täuschung und Ausbeutung, aber auch von Menschen, die ihre Notlage erkannt und ihnen Unterstützung vermittelt haben. Auf der Plattform hinsehen.bayern.de finden sich neben den Podcasts Informationen zu Menschenhandel und dessen Formen, Anzeichen und Hilfsangebote. Bestandteil der Initiative sind unter anderem digitale Werbemaßnahmen auf Facebook, Snapchat, Google Display, Tinder und Spotify im September und Oktober 2026. Ab 1. Oktober startet außerdem eine Plakataktion im ÖPNV in verschiedenen bayerischen Städten wie Nürnberg, Bamberg, Hof, Ingolstadt, Landshut, Passau und Regensburg und eine Schaltung im Fahrgast-TV München während des Oktoberfests.

Was kann man tun? Wer akut in Gefahr ist, wählt den Polizeinotruf 110. Beratung und Unterstützung für Betroffene von Menschenhandel und deren Umfeld bietet die Bavarian Anti-Trafficking HELPline unter der gebührenfreien Nummer 0800 9 87 65 48 (montags bis freitags von 9.00 bis 15.00 Uhr). Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist rund um die Uhr unter der Nummer 116 016 erreichbar. Um Betroffene kümmern sich zudem die Fachberatungsstellen Solwodi Bayern und Jadwiga.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers

Freistaat Bayern published this content on September 17, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on September 17, 2026 at 10:04 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]