Provincia Autonoma di Bolzano

05/21/2026 | Press release | Distributed by Public on 05/21/2026 07:19

Gefahr von Wasserknappheit: Bewusster Umgang mit Ressource gefragt

Umwelt, Natur, Klima und Energie Sicherheit und Bevölkerungsschutz

Gefahr von Wasserknappheit: Bewusster Umgang mit Ressource gefragt

21.05.2026, 13:15

Ständige Beobachtungsstelle über die Wasserressourcen ruft erste Warnstufe im Einzugsgebiet der Etsch aus - Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz mahnt bewussten Umgang mit Ressource Wasser an

Die Ständige Beobachtungsstelle über die Wasserressourcen in den Ostalpen hat die erste Warnstufe geringe Gefährdung für einen möglichen Wassermangel im Einzugsgebiet der Etsch ausgerufen. Die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz ersucht deshalb die Bürgerinnen und Bürger, verantwortungsbewusst mit der Ressource Wasser umzugehen. (Foto: Pixabay/planet fox)

BOZEN (LPA). Die Ständige Beobachtungsstelle über die Wasserressourcen in den Ostalpen hat nach zwei Sitzungen am 14. und 18. Mai die erste Warnstufe geringe Gefährdung für einen möglichen Wassermangel im Einzugsgebiet der Etsch ausgerufen. Die Beobachtungsstelle erachtet diese Maßnahme im Hinblick auf den anstehenden Sommer für notwendig, insbesondere aufgrund der geringen Schneereserven in den höheren Lagen. Die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz ersucht die Bürgerinnen und Bürger um verantwortungsbewussten Umgang mit der Ressource Wasser.

Die Ständige Beobachtungsstelle über die Wasserressourcen in den Ostalpen (Osservatorio permanente sugli utilizzi idrici nel Distretto idrografico delle Alpi Orientali) ist ein überregionales Koordinierungsgremium. Sie dient der Überwachung und der Prävention von Wasserknappheit im gesamten Einzugsgebiet der Ostalpen. Ziel ist es, drohende Dürreperioden frühzeitig zu erkennen, den Wassernotstand zu erklären und Maßnahmen zur Verteilungsgerechtigkeit - etwa Priorisierung von Trinkwasser vor landwirtschaftlicher Bewässerung - einzuleiten und dafür zu sorgen, dass für sämtliche Wassernutzungen möglichst ausreichend Wasser zur Verfügung steht. In dieser Beobachtungsstelle arbeiten die Regionen Veneto und Friaul-Julisch Venetien, das Land Südtirol und das Trentino sowie verschiedene Ministerien zusammen.

Von besonderer Bedeutung ist diese Tätigkeit während der Vegetationsphase. Jetzt ist die Zeit, wo der Bedarf nach Wasser in der Landwirtschaft und im Sommertourismusbereich auf geringer werdende Schneereserven im Hochgebirge, auf höhere Temperaturen und auf Trockenperioden treffen. Aus diesem Grund gilt nun die erste Vorwarnstufe im gesamten Einzugsgebiet der Etsch. Es geht nun darum, die ausgewogene Nutzung des Wassers im gesamten Einzugsgebiet zwischen Quelle und Mündung der Etsch zu ermöglichen. Oberste Priorität kommt der Trinkwassernutzung zu. So ist zu garantieren, dass der Abfluss in der Etsch bei Boara Pisani die 80 Kubikmeter pro Sekunde nicht unterschreitet. Nur dadurch können die dortigen Trinkwassernutzungen vor dem Salzwasser-Rückfluss aus der Adria geschützt werden. Sinkt der Abfluss unter diesem Grenzwert, gilt es, geeignete Gegenmaßnahmen zu treffen.

Nach einem sehr schneearmen Winter sind in diesem Jahr die Reserven in den höheren Lagen weitgehend geschmolzen, daran ändern auch die Niederschläge der vergangenen Tage nichts. Die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz ersucht deshalb alle Bürgerinnen und Bürger um einen besonders umsichtigen und nachhaltigen Umgang mit den Wasserressourcen. Nicht unbedingt notwendige Verbräuche sind zu vermeiden. Der Wasserverbrauch für Bewässerungen von Gärten und Grünanlagen, der Reinigung von Höfen und Plätzen auch in touristischen Betrieben sowie das Waschen von Fahrzeugen zuhause ist einzuschränken.

Eine besondere Herausforderung erwartet die Landwirtschaft. Hier gilt: Nur bei Notwendigkeit ist zu bewässern und möglichst nur in den Abend-, Nacht- und Morgenstunden. Mittelfristig ist in der Landwirtschaft der Umstieg auf Tropfberegnung und den Einsatz von Feuchtigkeitssensoren in den Böden voranzutreiben. Den Bonifizierungs- und Bewässerungskonsortien fällt die Aufgabe zu, die eigenen Mitglieder darauf hinzuweisen und geeignete Maßnahmen zu treffen.

Auch die Betreiber der großen Stauseen sind aufgefordert, in Übereinstimmung mit den vorgegebenen Programmen in diesen Wochen möglichst viel Wasser einzulagern, um für eventuelle kritische Situationen im Sommer gerüstet zu sein.

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