08/05/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/05/2026 01:17
Mit der Kriminaldienstreform setzt das Bundesministerium für Inneres die Modernisierung der Kriminalpolizei konsequent fort. Im Mittelpunkt stehen neben dem flächendeckenden Ausbau der Kriminalassistenzdienststellen (KAD) und der schrittweisen Weiterentwicklung der Landeskriminalämter auch zentral die Errichtung von neun Cybercrime-Training-Centern (CCTC). Aufgabe und Ziel der CCTC ist es, regelmäßig und dauerhaft die Exekutivbediensteten im breiten Aufgaben- und Wissensfeld "Cybercrime" zu schulen und am Laufenden zu halten.
"Durch die Einrichtung der Kriminalassistenzdienststellen stehen Experten nicht nur im Bundeskriminalamt und in den Landeskriminalämtern, sondern vor allem in den Regionen und damit näher bei den Menschen zur Verfügung", so Innenminister Gerhard Karner.
Cybercrime-Training-Center werden schrittweise ausgebaut
Im Jahr 2025 wurden 63.459 Straftaten im Bereich "Cybercrime" registriert. Gleich dem Vorjahr konnte hier erneut ein geringer Anstieg an Straftaten vermerkt werden. Die Aufklärungsquote lag im Jahr 2025 bei 30,8 Prozent und zeigt die Komplexität in der Aufarbeitung von Straftaten im Internet. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Anpassung und Verbesserung der kriminalpolizeilichen Maßnahmen.
Der Aufbau der Cybercrime-Training-Center schreitet planmäßig voran. Bereits drei Standorte - in Oberösterreich, Kärnten und im Burgenland - befinden sich im Vollbetrieb, die CCTC in den anderen Bundesländern sind im Aufbau begriffen.
Kriminalassistenzdienste im Vollbetrieb
Österreichweit befinden sich von 38 vorgesehenen Kriminalassistenzdienststellen bereits 36 in Betrieb. Seit September 2024 wurden bundesweit schrittweise zusätzliche mehr als 250 Arbeitsplätze in den Bereichen Tatortarbeit, IT-Forensik und Kriminalprävention eingerichtet.