Bundesland Niedersachsen

03/03/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/03/2026 02:30

Metropolregion wird KI-Vorreiter: Förderung in Höhe von rund 60.000 Euro für KI-Sandbox

HANNOVER. Zum Vorreiter der KI-Entwicklung in Deutschland möchte die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg GmbH werden. Einen wichtigen Schritt auf diesem Weg markierte der Auftakt des Projekts "Re:KI - Legal KI-Sandbox für Innovation und regulatorisches Lernen" am Montag, 2. März 2026, mit der Förderbescheidübergabe im Haus der Wirtschaftsförderung in Hannover. Das Projekt wird mit rund 60.000 Euro unterstützt. Den Bescheid überreichte Dr. Frank Heidrich, stellvertretender Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, an Christoph Meineke, Geschäftsführer der Metropolregion GmbH. Damit wurde der Grundstein für eine der ersten regionalen Praxisplattformen zur Umsetzung des EU AI-Acts - das weltweit erste Gesetz, das klare Regeln für den Einsatz künstlicher Intelligenz vorgibt - in Deutschland gelegt.

Mit dem Projekt "Re:KI" werden die Voraussetzungen für eine KI-Sandbox geschaffen - eine geschützte, virtuelle Testumgebung, in der Unternehmen und Behörden KI-Anwendungen sicher und praxisnah erproben können.

"Die heutige Bescheidübergabe ist mehr als ein formaler Akt - sie ist ein Aufbruchssignal für die gesamte Region. Mit 'Re:KI' schaffen wir einen Raum, in dem Innovation und Rechtssicherheit Hand in Hand gehen. Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung können hier gemeinsam an Lösungen arbeiten, die nicht nur den Anforderungen des EU AI-Acts entsprechen, sondern auch echten Mehrwert für Stadt und Land schaffen", betonte Dr. Heidrich bei der Veranstaltung.

"Die EU spricht in ihrer KI-Regulierung direkt die regionale Ebene an und ermutigt zu Experimentierräumen. Die Metropolregion bietet sich als Reallabor hervorragend an, da die Träger aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen sowie dem Land Niedersachsen kommen. Im Projekt Re:KI untersuchen wir mit unseren Partnern, wie eine Sandbox aussehen muss und wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung und Wirtschaft transparent, rechtskonform und vor allem zukunftsweisend gestaltet werden kann", sagte Christoph Meineke. "Dieser Auftakt soll die Innovationskraft unserer Region zeigen - und trotz vieler Unsicherheiten beim EU-AI-Act warten wir nicht, sondern starten jetzt."

Ziel des Projekts ist es, die Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zu vernetzen, den AI-Act in verständliche Leitlinien zu übersetzen und innovative KI-Lösungen in Bereichen wie Mobilität, Gesundheitswirtschaft und Standortmarketing zu fördern. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einbindung ländlicher Regionen und der Förderung von Stadt-Land-Kooperationen.

In der jetzt gestarteten "Phase 0" werden die Grundlagen für die KI-Sandbox gelegt: von der Vernetzung relevanter Akteure über die Bedarfsanalyse bis hin zur technischen Planung. Nach Abschluss dieser Phase soll die Grundlage für den praktischen Einsatz der KI-Sandbox geschaffen sein.

Im Anschluss an die Bescheidübergabe nutzten die eingeladenen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung die Gelegenheit, sich in Workshops mit aktuellen KI-Themen auseinander zu setzen. Im Fokus standen dabei Einblicke in die Verwaltungspraxis, rechtliche Rahmenbedingungen, IT-Sicherheit, wissenschaftliche Perspektiven, Gesundheitswirtschaft und kommunale Anwendungsfälle.

Hintergrundinformationen:

Die "Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Stärkung der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg" fördert Projekte im Gebiet der Metropolregion in den Schwerpunkten des aktuellen Arbeitsprogramms. 2009 haben sich die vier namensgebenden Städte, das Land Niedersachsen sowie die Vereine "Wirtschaft in der Metropolregion e.V.", "Kommunen in der Metropolregion e.V." und "Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen in der Metropolregion e.V.", zur Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH zusammengetan.

Ihr Ziel ist es, das gesamte Gebiet und seine vielfältigen Teilräume nachhaltig aufzuwerten und die Wettbewerbsfähigkeit auf nationaler und internationaler Ebene langfristig zu sichern. Antragsberechtigte sind neben der "Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH" auch die Vereine sowie deren Mitglieder. Das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser berät und unterstützt bei der Antragsstellung und ist Bewilligungsbehörde für das Programm.


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