04/10/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/10/2026 05:42
Durch das Öffnen eines 50-kV-Schalters im Unterwerk Beznau fiel am 16. Oktober 2025 die Fremdnetz-Einspeisung in Block 1 aus. In der Folge startete das Notstanddieselaggregat, welches die Spannungsversorgung übernahm. Die Ursache für den Ausfall der externen Stromversorgung war eine Fehlmanipulation
KKW Beznau 1 / Start des Notstanddiesels im Unterwerk Beznau
16. Oktober 2025
Am 16. Oktober 2025 kam es infolge eines unbeabsichtigten Öffnens eines 50-kV-Hochspannungs-Leistungsschalters im Unterwerk Beznau während Instandhaltungsmassnahmen zu einem Ausfall der Fremdnetz-Einspeisung des KKW Beznau. Das führte dazu, dass im Block 1 eine Notstandschiene spannungslos wurde. Als Folge startete das Notstanddieselaggregat, das die Stromversorgung übernahm. Zum Zeitpunkt des Vorkommnisses befanden sich beide Blöcke im ungestörten Volllastbetrieb. Der Ausfall der betroffenen Schiene hatte keinen Einfluss auf den Betrieb von Block 2.
INES: 0 (unterhalb der Skala)
Als Ursache für den Ausfall der 50-kV-Einspeisung identifizierte das KKW Beznau das unbeabsichtigte, mechanische Betätigen eines Koppelrelais durch Mitarbeitende während Instandhaltungsmassnahmen. Die Spannungsversorgung der betroffenen Schiene konnte bereits kurz darauf wiederhergestellt werden.
Bei der Überprüfung des Sachverhaltes hielt der Betreiber fest, dass für das entsprechende Relais eine permanente Sicherheits-Abdeckung fehlt. Den eingesetzten Mitarbeitenden waren zudem die Folgen der unbeabsichtigten Betätigung des Schalters nicht vollumfänglich bewusst.
Der Betreiber des Kernkraftwerks Beznau hat sich im Anschluss an das Vorkommnis entschieden, eine Reihe von Massnahmen umzusetzen. So wird das betroffene Relais mit einer permanenten Sicherheitsabdeckung ausgerüstet. Zudem wird im Unterwerk Beznau eine Risikobewertung durchgeführt. Sie dient der Ermittlung weiterer relevanter Komponenten mit ähnlichem Risikofaktor. Für diese wird anschliessend eine permanente beschriftete Abdeckung geprüft. Zudem will der Betreiber die Prozessvorgaben, nach denen im Unterwerk Beznau gearbeitet wird, präzisieren. Dies betrifft zum einen das vorbereitende Briefing auf den Arbeitseinsatz, zum anderen die Information an die involvierten Fachstellen.
Die ergriffenen Folgemassnahmen des Betreibers sind für das ENSI nachvollziehbar und zweckmässig. Das ENSI fordert zusätzlich, dass ihm das KKW Beznau die Präzisierung der Arbeits-Prozesse im Unterwerk sowie die entsprechenden Erkenntnisse daraus schriftlich darlegt.
Das ENSI misst dem Ereignis eine geringe sicherheitstechnische Bedeutung zu, stellt jedoch bei den verfügbaren Informationen und Arbeitsmitteln Verbesserungsbedarf fest. Die Anlage hat sich mit dem Start des Notstanddieselaggregats gemäss ihrer Auslegung, also wie für einen solchen Fall vorgesehen, verhalten. Das Vorkommnis wird vom ENSI auf der internationalen INES-Skala mit INES 0 eingestuft.
Das ENSI informiert die Öffentlichkeit in seinem jährlichen Aufsichtsbericht über sämtliche meldepflichtigen Vorkommnisse im Bereich der nuklearen Sicherheit. Über Vorkommnisse, die eines der folgenden Kriterien erfüllen, informiert das ENSI auf der Website laufend:
Nach einem zehnmonatigen Stillstand hat das ENSI dem KKW Gösgen am 23. März 2026 die Erlaubnis zum Wiederanfahren erteilt. Das ENSI hat sowohl die durchgeführten Revisionsarbeiten als auch die Nachrüstungen im Speisewassersystem geprüft und akzeptiert.
Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat am 23. März 2026 dem Kernkraftwerk (KKW) Gösgen die Freigabe zum Wiederanfahren erteilt. Das ENSI hat die erforderlichen Nachweise des KKW Gösgen erhalten, geprüft und gutgeheissen. Im Interview kommt Ralph Schulz, Mitglied der Geschäftsleitung des ENSI und verantwortlich für den Bereich Sicherheitsanalysen, auf die letzten Monate zurück und erläutert den…
Das PSI hat nachvollziehbar dargelegt, dass beim ergänzenden Stilllegungsprojekt der Kernanlage Diorit die grundlegenden Schutzziele der nuklearen Sicherheit und Sicherung eingehalten werden können. Zu diesem Schluss kommt das ENSI in seinem Gutachten.
Am Dienstag, 3. März 2026 üben Einsatzkräfte des Bundes, der Armee und des Kernkraftwerks Beznau (AG) den Transport von Notfallmaterial. Dabei werden verschiedene Lasten vom Lager Reitnau (AG) zum Kernkraftwerk transportiert und an unterschiedlichen Absetzpunkten auf dem KKW-Gelände platziert. Die Lärmbelastung für die Bevölkerung wird möglichst gering gehalten.
Am 31. Juli 2025 kam es im Block 1 des KKW Beznau während eines Funktionstests zum Ausfall einer Hilfsspeisewasserpumpe. Eine Fehlauslösung im Bereich der elektrischen Versorgung der zugehörigen Schmierölpumpe hatte eine Störung verursacht. Eine eindeutige Ursache dafür konnte nicht ermittelt werden. In der Folge hatte das KKW Beznau mögliche Fehlerquellen analysiert und elektrische Komponenten präventiv…
Das Kernkraftwerk Leibstadt wurde im Überprüfungszeitraum vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2021 mit der notwendigen Sorgfalt betrieben und war sicherheitstechnisch auf einem guten Niveau. Das hält das ENSI in seiner Stellungnahme zur periodischen Sicherheitsüberprüfung (PSÜ) 2022 fest. Zudem beurteilt das ENSI das Nachrüstungskonzept des Kernkraftwerks Leibstadt für den Langzeitbetrieb als adäquat und fordert…
Am 29. Mai kam es im KKW Leibstadt beim Wiederanfahren nach der Jahresrevision zu einer Reaktorschnellabschaltung. Die Ursache war eine Fehlhandlung bei einer Funktionsprüfung.
Nach Abschluss der diesjährigen Revision darf das Kernkraftwerk Beznau 2 den Leistungsbetrieb wieder aufnehmen: Das ENSI hat am 3. Oktober 2025 die Freigabe zum Wiederanfahren erteilt. Der Brennelementwechsel und die Wartungsarbeiten wurden vorschriftsgemäss und unter Kontrolle des ENSI durchgeführt.
Heute Nachmittag kam es im Gebäude der Plasma-Anlage der Zwilag in Würenlingen im Rahmen von routinemässigen System- und Funktionstests zu einer Rauchentwicklung mit anschliessender Auslösung des Brandalarms.