08/25/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/25/2026 01:57
MedienmitteilungVeröffentlicht am 25. August 2026
Bern, 25.08.2026 - Bund und Kantone treiben die energetische Erneuerung des Schweizer Gebäudeparks weiter voran: Im Jahr 2025 wurden über das Gebäudeprogramm rund 516,4 Millionen Franken an Fördergeldern ausgezahlt. Zusammen mit dem neu gestarteten Impulsprogramm verpflichteten Bund und Kantone im vergangenen Jahr Fördergelder in der Gesamthöhe von insgesamt 636,4 Millionen Franken.
Im Rahmen des Gebäudeprogramms stellten die Kantone 2025 insgesamt 516,4 Millionen Franken für energetische Sanierungsvorhaben und effiziente Neubauten bereit. Obwohl dieser Auszahlungsbetrag leicht unter den Rekordwerten von 2023 und 2024 liegt, bleibt der Bedarf an Fördermitteln sehr hoch. Die Hauptanteile fielen auf haustechnische Anlagen (186 Mio. CHF), Wärmedämmungen (145 Mio. CHF) und reine Systemsanierungen (106 Mio. CHF).
Konkret wurden 20'097 Öl-, Gas- oder Elektroheizungen ersetzt - in 82 % der Fälle durch klimafreundliche Wärmepumpen. Bei den Dämmprojekten wurden an rund 9'200 Gebäuden 1,5 Millionen m² Dach- und 0,8 Millionen m² Fassadenfläche saniert. Mit neu gebundenen Mitteln von 522 Millionen Franken ist zudem der künftige Ersatz von fast 17'700 Heizungen in der Haustechnik sowie rund 1'200 weiteren Heizungen im Rahmen von Systemsanierungen (132 Mio. CHF gebunden) gesichert.
Seit dem 1. Januar 2025 ergänzt das Impulsprogramm das bestehende Angebot. Es fördert den Austausch dezentraler Elektroheizungen, fossiler Grossanlagen (>70 kW) sowie den Gebäudehüllen-Bonus. Das Startjahr belegt eine hohe Dynamik: Von fast 4'800 eingereichten Gesuchen wurden rund 4'350 Projekte verpflichtet. Den Schwerpunkt bildeten der Gebäudehüllen-Bonus (1'936 Anträge) sowie der Austausch von Elektroheizungen und Wärmeverteilungen (1'593 Anträge). Damit wurden rund 90 % der für 2025 verfügbaren Impulsmittel ausgeschöpft.
Die 2025 geförderten Massnahmen bringen über ihre Lebensdauer eine Energieeinsparung von 12,1 Milliarden kWh und eine CO2-Reduktion um 3,3 Millionen Tonnen. Den stärksten Effekt pro Förderfranken erzielen Heizungsersatz und Fernwärmelösungen. Seit dem Programmstart 2010 senken alle geförderten Projekte den Schweizer Energieverbrauch um jährlich 4,9 Milliarden kWh und reduzieren die Emissionen um 1,41 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr (kumuliert über die Lebensdauer: 116 Mrd. kWh bzw. >30 Mio. Tonnen CO2).
Gebäude sind für knapp 40 % des Schweizer Energieverbrauchs verantwortlich und verursachen rund einen Viertel der CO2-Emissionen. Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen fördert seit 2010 Wärmedämmung, erneuerbare Heizsysteme und umfassende Sanierungen.
Seit Januar 2025 wird dieses Programm durch das Impulsprogramm ergänzt, das im Rahmen des Klima- und Innovationsgesetzes umgesetzt wird und den Ersatz von Elektro- und fossilen Grossheizungen fördert. Zusammen bilden die beiden Programme eine zentrale Säule der Schweizer Energie- und Klimapolitik.