09/04/2026 | Press release | Distributed by Public on 09/04/2026 02:42
Berlin, 04. September 2026 - Zahlen - oder personenbezogene Daten landen im Darknet: Vor dieser Entscheidung steht derzeit das Land Berlin. Zwei Millionen Euro fordern Cyberkriminelle, damit sie die bei einem Hackerangriff gestohlenen Daten nicht veröffentlichen. Was in Berlin für alle sichtbar verhandelt wird, erleben Unternehmen in Deutschland regelmäßig hinter verschlossenen Türen: Fast jedes zweite Unternehmen (45 Prozent) war in den vergangenen zwölf Monaten von einem Ransomware-Angriff betroffen, oft werden dabei auch die IT-Systeme der Opfer verschlüsselt und blockiert, wodurch der gesamte Betrieb stillstehen kann. Bei 25 Prozent ist dabei ein Schaden entstanden, bei 20 Prozent blieb der Angriff ohne Folgen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang, damals waren 58 Prozent aller Unternehmen von Ransomware-Attacken betroffen (34 Prozent mit Schaden, 24 Prozent ohne).
Die große Mehrheit der betroffenen Unternehmen zahlt nicht: 66 Prozent haben den Erpressern nichts überwiesen. Jedes Fünfte (20 Prozent) hat aber schon Lösegeld gezahlt, 14 Prozent wollen oder können dazu keine Angabe machen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.003 Unternehmen ab 10 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. "Der aktuelle Fall in Berlin zeigt, vor welch schwieriger Entscheidung Opfer von Ransomware-Angriffen stehen. Richtig wäre, nicht zu zahlen. Jede Zahlung finanziert den nächsten Angriff. Und selbst wer zahlt, erhält keine Garantie: Weder für die Entschlüsselung seiner Daten noch dafür, dass die Täter die Daten nicht doch veröffentlichen oder weiterverkaufen", sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. "Besser ist eine gute Vorbereitung auf den Ernstfall. Wer Backups besitzt und Notfallpläne aufgestellt hat, sorgt dafür, dass eine Verschlüsselung den Betrieb nicht über längere Zeit lahmlegt."
Wer zahlt, zahlt meist sechsstellige Beträge
Wenn Unternehmen auf die Erpresser-Forderungen eingehen, geht es um erhebliche Summen. 37 Prozent der zahlenden Unternehmen überwiesen zwischen 10.000 und 100.000 Euro, 24 Prozent zwischen 100.000 und 500.000 Euro. 6 Prozent zahlten zwischen 500.000 Euro und einer Million und 4 Prozent sogar eine Million Euro oder mehr. 26 Prozent machen zur Höhe keine Angabe, 3 Prozent wissen es nicht.
Was Unternehmen tun können
Der Bitkom empfiehlt Unternehmen fünf Maßnahmen, um Ransomware-Angriffe abzuwehren und im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben: