WHO/Europa und Healthcare Denmark haben eine Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet, um die Zusammenarbeit in den Bereichen digitale Gesundheit, Gesundheitsdaten, Künstliche Intelligenz (KI) und Innovationen im Gesundheitswesen in den 53 Ländern der Europäischen Region der WHO voranzutreiben.
Eine Partnerschaft, die auf gemeinsamen Zielen basiert
Im Rahmen der Vereinbarung wird WHO/Europa seinen weltweiten Sachverstand zu den Themen digitale Gesundheit und Künstliche Intelligenz an Healthcare Denmark und relevante dänische Interessengruppen weitergeben. WHO/Europa wird an Delegationsbesuchen, Runden Tischen, Webinaren und anderen fachlichen Austauschveranstaltungen teilnehmen und zur Verbreitung evidenzbasierter, innovativer Gesundheitskonzepte beitragen, die auf die Bedürfnisse der Länder zugeschnitten sind.
"Ich habe gesehen, was Dänemark auf die Beine gestellt hat, und es ist beeindruckend", sagte Dr. Hans Henri P. Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa. "Das Land verfügt über ein Gesundheitssystem, in dem Daten sicher zwischen Patienten, Ärzten und Forschern ausgetauscht werden und in dem KI Ärzte nicht ersetzt, sondern unterstützt. Diese Vereinbarung bedeutet, dass jedes Land in unserer Region aus diesen Erfahrungen lernen und dabei einige der schmerzhaften Lektionen überspringen kann. Das ist angewandte gesundheitliche Chancengleichheit. Kein Slogan, sondern eine funktionierende Partnerschaft, die allen zugutekommen soll."
Healthcare Denmark will seinerseits den Wissensaustausch fördern, indem es Dänemarks Erfahrungen und bewährte Verfahren weitergibt. Die Organisation wird für WHO/Europa und interessierte Länder Studienbesuche bei und einen fachlichen Austausch mit den zuständigen dänischen Gesundheitsbehörden und -einrichtungen arrangieren und für Dänemark als Lernplattform für Länder werben, die sich für digitale Gesundheit und die datengestützte Weiterentwicklung von Gesundheitssystemen interessieren.
"Digitale Transformation lässt sich nicht allein durch Technologie erreichen. Dazu braucht es Vertrauen, gute Führung und Zusammenarbeit. Durch diese Vereinbarung mit WHO/Europa können wir dazu beitragen, die Gesundheitssysteme in der gesamten Europäischen Region mit den praktischen Erfahrungen aus Dänemarks Weg zur digitalen Gesundheit zu vernetzen", fügte Lars Fruergaard Jørgensen, Vorsitzender von Healthcare Denmark, hinzu.
Prioritäten und Steuerung
Zu den zentralen Themen für eine Zusammenarbeit gehören digitale Transformation, Gesundheitsinformationssysteme, Datenanalytik und KI im Gesundheitswesen, die allesamt im Aktionsplan zur Förderung der digitalen Gesundheit in der Europäischen Region der WHO (2023-2030) thematisiert werden.
Die Partnerschaft dient weder geschäftlichen Zwecken, noch gewährt sie privilegierten Zugang zu einem Land, und bedeutet auch nicht, dass die WHO ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung oder Einrichtung befürwortet. Jede Beteiligung privater Akteure an Studienreisen oder Austauschprogrammen erfolgt transparent, wird angemessen gesteuert und dient in keinem Fall Werbezwecken.
Die Absichtserklärung gilt bis zum 30. Juni 2031 und kann danach jeweils um weitere fünf Jahre verlängert werden.