Stadt Unna

03/11/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/11/2026 08:04

Gedenktafel in Massen erinnert an Mord an Heidi Hazell

Meldungsdatum: 11.03.2026

Eine Gedenktafel erinnert seit Mittwoch, 11. März 2026, an eines der aufsehenerregendsten Verbrechen, das Unna in den vergangenen Jahrzehnten erschüttert hat. An der Friedenskirche im Stadtteil Massen enthüllten Bürgermeister Dirk Wigant und Klaus-Dieter Bahn am nationalen Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt die Gedenktafel für Heidi Hazell, die in der unmittelbaren Nähe der Kirche vor über 36 Jahren einen tragischen Tod fand.

Es war der Abend des 7. September 1989, als Heidi Hazell gegen 21.45 Uhr in ihrem Wagen, einem Saab mit britischem Kennzeichen, erschossen wurde. Tatort war Unna-Massen, Otto-Holzapfel-Straße 23, schräg gegenüber der Friedenskirche. Zu dem kaltblütigen Mord mit mehreren Schüssen bekannte sich schon am Folgetag die IRA (Irisch Republikanische Armee), die für ein vereintes Irland und die Unabhängigkeit von Großbritannien kämpfte und über viele Jahre als eine der gefährlichsten Untergrundorganisationen Europas galt.

Die IRA hielt Heidi Hazell nach eigenen Angaben versehentlich für eine Angehörige der britischen Streitkräfte. Die 26-jährige Hazell war seit drei Jahren mit dem in Deutschland stationierten britischen Soldaten Clive Anthony Hazell verheiratet, der offenbar das eigentliche Ziel des Mordanschlags hätte sein sollen. Obwohl das Bundeskriminalamt sogleich mit einem Phantombild nach dem Todesschützen und seinen Komplizen fahndete, wurden die Täter bis heute nicht gefasst.

Seit Herbst 2025 können seitens der Bürgerinnen und Bürger Vorschläge zur Stiftung von Gedenktafeln in der Kreisstadt Unna erfolgen. Den Anstoß zu der Gedenktafel für Heidi Hazell, die von dem Künstler Thomas Hugo gestaltet wurde, gab ein Antrag von Klaus-Dieter Bahn, der bis 2025 Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Kreisstadt Unna war.

Bürgermeister Dirk Wigant dankte Bahn für dessen wichtigen Impuls zur Förderung der Erinnerungskultur in Unna. "Der Mord an Heidi Hazell war nicht nur ein persönliches Schicksal. Er war ein Angriff auf Menschlichkeit, auf Zusammenleben und auf Frieden. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir uns erinnern", sagte Wigant und betonte: "Mit dieser Gedenktafel geben wir Heidi Hazell einen festen Platz im öffentlichen Gedächtnis unserer Stadt. Wir sagen damit ganz deutlich: Wir vergessen sie nicht."

Enthüllung der Gedenktafel für Heidi Hazell

© Kevin Kohues/Kreisstadt Unna

Klaus-Dieter Bahn (l.) und Bürgermeister Dirk Wigant enthüllten am Mittwoch, 11. März 2026, die Gedenktafel für Heidi Hazell an der Friedenskirche in Unna-Massen.

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