07/03/2026 | Press release | Distributed by Public on 07/03/2026 05:30
Pressemitteilung Nr. 122 vom 03.07.2026
Gestern Morgen vollstreckten rund 60 Einsatzkräfte der Polizei Berlin, der Polizei Brandenburg, sowie der Polizei Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Spezialeinsatzkräften im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin insgesamt sieben Durchsuchungsbeschlüsse gegen fünf Beschuldigte im Alter von 14 bis 21 Jahren in Köpenick, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg, Ludwigsfelde in Brandenburg sowie auf Usedom in Mecklenburg-Vorpommern. Den Beschuldigten wird gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung, besonders schwerer Raub sowie tatmehrheitlich hierzu Bedrohung vorgeworfen.
Die Beschuldigten, die der rechten Szene zugerechnet werden, sollen sich über ein soziales Netzwerk zu der Tat zum Nachteil eines aus ihrer Sicht pädophilen Mannes verabredet haben. Infolgedessen sollen sie sich als Minderjährige ausgegeben und Kontakt zu dem 31 Jahre alten Geschädigten aufgenommen haben. Gegen Mittag des 09.05.2026 sollen sich die Beschuldigten dann am S-Bahnhof Karlshorst mit dem Geschädigten unter einem Vorwand getroffen haben. Dort sollen sie ihn gemeinschaftlich angegriffen und um Wertgegenstände beraubt haben. Die Beschuldigten sollen dabei teilweise vermummt gewesen sein, Kleidung mit NS-Symbolik getragen und ein Springmesser sowie eine Schreckschusspistole mitgeführt haben.
Anschließend sollen die Beschuldigten vom Tatort geflohen sein und den 31 Jahre alten Mann mit erheblichen körperlichen Verletzungen zurückgelassen haben. Passanten riefen Einsatzkräfte, woraufhin der Mann in ein Krankenhaus verbracht und dort stationär behandelt werden musste.
Nachdem der 21-Jährige im Rahmen seiner Flucht vom Tatort zudem noch einen Mann, der ihn verfolgte, mit der Schreckschusspistole bedroht haben soll, wurde er gestern Nachmittag festgenommen. Er soll heute zum Zwecke des Erlasses eines Haftbefehls einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Die weiteren Beschuldigten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Im Rahmen der Durchsuchungen konnten umfangreiche Beweismittel, insbesondere auch die mutmaßliche Tatbeute und Tatkleidung, Waffen sowie elektronische Speichermedien sichergestellt und beschlagnahmt werden. Die Ermittlungen dauern an.