07/04/2026 | Press release | Distributed by Public on 07/04/2026 03:16
Pressemitteilung
04.07.2026
Nr. 91
Die Ministerin ergänzte: "Zudem können KI-Systeme bei der Therapieplanung helfen - weg von Standardtherapien hin zur Erfassung individueller Risiken und personalisierten Behandlungsstrategien."
Mit Blick auf administrative Aufgaben erklärte Gerlach: "Künstliche Intelligenz kann bei Dokumentationsarbeiten unterstützen, Arztgespräche automatisch transkribieren, die Befunde strukturiert aufarbeiten und gleich für die Abrechnung fertig machen - ohne Überstunden nach Feierabend oder gar bis in die Nacht hinein. Dadurch bleibt mehr Zeit für die Medizin und die Patientinnen und Patienten."
Gerlach wies darauf hin, dass trotz aller Fortschritte noch viele Herausforderungen wie z.B. eine flächendeckende digital gestützte Gesundheitsversorgung zu bewältigen seien: "Wir haben die entscheidenden Grundlagen für die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland und vor allem in Bayern geschaffen. Daran muss nun weitergearbeitet werden, damit die Anwender einen wirklichen Vorteil verspüren. Ein Beispiel hierfür ist die elektronische Patientenakte (ePA), bei deren Einführung der Freistaat den Bund konstruktiv unterstützt hat: Ohne spürbaren Mehrwert wird sie kein revolutionäres Hilfsmittel werden. Der Ausbau der ePA hin zu einem KI-gestützten, persönlichen Gesundheitscockpit ist aus meiner Sicht der Schlüssel für die Praxis der Zukunft. Dafür setze ich mich auf Bundesebene ein."
Die Ministerin hob hervor, dass trotz KI die medizinische Verantwortung bei den Ärztinnen und Ärzten bleibe: "KI kann unterstützen. Sie liefert Informationen, Wahrscheinlichkeiten, Entscheidungshilfen, aber sie übernimmt keine Verantwortung. Die individuelle Not eines Menschen können nur die Ärztinnen und Ärzte verstehen. Nicht die Technik entscheidet über den Menschen, sondern der Mensch entscheidet mit Unterstützung der Technik."