07/20/2026 | News release | Distributed by Public on 07/21/2026 03:20
20.07.2026 20. 07. 2026 Aktuelle Meldung
Am 20. Juli fand im Berliner Bendlerblock die Feierstunde der Bundesregierung und der Stiftung 20. Juli 1944 zum Gedenken an den Widerstand von 1944 gegen die Nationalsozialisten statt. Bundesbildungsministerin Karin Prien hielt die Ansprache zum Anlass.
Am 20. Juli haben die Bundesregierung und die Stiftung 20. Juli 1944 mit einer gemeinsamen Feierstunde im Ehrenhof des Bendlerblocks in Berlin des 82. Jahrestages des Attentats auf Adolf Hitler gedacht. Bundesbildungs- und -familienministerin Karin Prien hielt die Gedenkrede. Die Feierstunde erinnerte an die sichtbaren und auch die stillen Widerstandskämpferinnen und -kämpfer gegen das Regime der Nationalsozialisten (NS-Regime).
Karin Prien: "Der Einzelne macht den Unterschied. Aber Widerstand entfaltet dort seine volle Kraft, wo Menschen einander vertrauen. Gemeinschaft gibt Menschen den Mut, Verantwortung zu übernehmen. Sie zeigt uns, dass wir nicht allein sind und dass unser Handeln Wirkung entfalten kann."
In Ihrer Rede rief Karin Prien dazu auf, demokratische Haltung lange vor außergewöhnlichen Bewährungsproben im Alltag zu entwickeln.
Karin Prien: "Haltung entsteht lange vor der Bewährungsprobe. Sie beginnt im Alltag - in Familien, Schulen, Vereinen und Betrieben. Nicht die Frage, ob wir eines Tages zu Heldinnen oder Helden werden. Sondern ob wir jeden Tag Menschen sind, die den Mut haben, ihrem Gewissen zu folgen. Denn die Freiheit von morgen entscheidet sich in unserem Handeln heute. Eine Demokratie bleibt nur dann stark, wenn genügend Menschen den Mut haben, sich einzubringen - lange bevor außergewöhnlicher Mut erforderlich wird. Wer in einer Diktatur Widerstand leistet, muss die Angst überwinden. Unser Auftrag in einer freiheitlichen Demokratie ist ein anderer: dafür zu sorgen, dass wir nie wieder in eine Situation geraten, in der solcher Widerstand notwendig wird."
Die vollständige Rede von Karin Prien ist auf dem YouTube-Kanal des Bundesbildungs- und -familienministeriums abrufbar.
Am 20. Juli 1944 verübte eine Gruppe Frauen und Männer um Claus Schenk Graf von Stauffenberg ein Attentat auf Adolf Hitler, um das NS-Regime zu stürzen. Das Attentat scheiterte; der Zweite Weltkrieg und der Holocaust hielten weiter an.
Der Umsturzversuch rund um Claus Schenk Graf von Stauffenberg war namensgebend für die Stiftung 20. Juli 1944. Die Stiftung arbeitet eng zusammen mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und bietet ausführliche Informationen zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus.