03/26/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/26/2026 04:13
Berlin, 26. März 2026 - Heute will das Berliner Abgeordnetenhaus ein Gesetz zur Errichtung eines Ausbildungsförderungsfonds verabschieden, mit dem Unternehmen unabhängig von ihrer Möglichkeit, Ausbildungsplätze anzubieten, verpflichtet werden, in einen Fonds einzuzahlen, aus dem ausbildende Betriebe unterstützt werden. Dazu erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder:
"Mit der Ausbildungsumlage erweist der Berliner Senat dem Wirtschafts- und Startup-Standort Berlin einen Bärendienst. Hier wird mit viel Aufwand ein neuer Umverteilungsmechanismus geschaffen, der mehr schadet als nutzt. Die Umlage trifft insbesondere Startups und Scaleups aus der Digitalwirtschaft, die aufgrund ihrer Größe und ihres hohen Anteils akademisch qualifizierter und internationaler Beschäftigter häufig keine klassischen Ausbildungsplätze anbieten können, gleichzeitig aber wesentliche Wachstumstreiber sind und in einem scharfen internationalen Wettbewerb stehen. Auch sind die vorgesehenen Berechnungsgrundlagen intransparent und führen zu bürokratischem Mehraufwand - in einer Zeit, in der die Wirtschaft dringend Entlastung benötigt. Eine pauschale Abgabe ist grundsätzlich das falsche Instrument."