04/01/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/01/2026 07:00
Die Neuköllner Jugendstadträtin Sarah Nagel hat eine unabhängige Kommission eingesetzt, um die Vorfälle im Jugendzentrum Wutzkyallee aufzuarbeiten. Die Kommission wird sich nach Ostern konstituieren, Zwischenergebnisse sollen bis Ende Mai 2026 vorliegen. Die Kommission besteht aus Fachleuten mit Expertise in den Bereichen institutioneller Kinderschutz und Umgang mit sexualisierter Gewalt, darunter das Kinderschutz Zentrum Berlin und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Der Verein Yekmal e.V nimmt beratend an den Sitzungen teil. Die Aufarbeitung erfolgt unabhängig vom Jugendamt Neukölln.
Bezirksstadträtin Sarah Nagel: "Die Aufklärung ist für mich zentral. Mir geht es um Untersuchung und Konsequenzen, um den schwerwiegenden Vorfällen und vor allem dem Opfer gerecht zu werden und den Schutz für alle Kinder und Jugendlichen zu erhöhen. Das betrifft die Abläufe im Jugendzentrum, bei dem freien Träger und im Jugendamt selbst. Gleichzeitig erwarte ich mir wichtige Empfehlungen für die Jugendarbeit im Bezirk. Die Unterstützung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie begrüße ich dabei. Ich schätze das Fachwissen in der Senatsverwaltung sehr und bin froh, dass zwei Expertinnen Teil der Kommission sein werden."
Sarah Nagel: "Ich bin irritiert über öffentliche Äußerungen, wonach die Staatsanwaltschaft gegen mich ermittelt. Das stimmt nicht und die Behörde hat diese Behauptung inzwischen auch korrigiert. Sexualisierter Gewalt muss konsequent begegnet werden. Der Schutz des Opfers muss dabei immer im Zentrum stehen. Daran arbeite ich als Stadträtin und sehe das auch als meine Aufgabe an."
Die Bezirksstadträtin hat konkrete Maßnahmen ergriffen, um die Informations- und Meldeketten im Jugendamt zu optimieren. Auch der institutionelle Kinderschutz soll verbessert werden. Ein Leitfaden für den Umgang mit Gewalt unter Jugendlichen wird erarbeitet.
Bezirksstadträtin Sarah Nagel: "Hier gibt es berlinweit noch Lücken. In Neukölln gehen wir jetzt voran und entwickeln einen Leitfaden mit konkreten Abläufen für das Jugendamt in Fällen von sexualisierter oder anderer Gewalt zwischen Jugendlichen."