01/26/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/26/2026 15:22
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Ausbau der Windenergie auf See ausweiten: Das war das Ziel des dritten internationalen Nordsee-Gipfels, der am 26. Januar 2026 in Hamburg stattgefunden hat. Es war das erste Mal, dass Deutschland den Gipfel ausgerichtet hat.
Bundeskanzler Merz betonte nach Ende desGipfels, die Beschlüsse würden "die Offshore -Energie für Verbraucherinnen und Verbraucher bezahlbar" halten und neue Investitionen für die Wirtschaft ermöglichen. Das sei ganz wesentlich für ein "starkes, ein unabhängiges und ein wettbewerbsfähiges Europa."
Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche unterstrich, dass der Gipfel die wirtschaftlichen, sicherheits- und energiepolitischen Interessen stärke. Mit dem konsequenten Ausbau und der intelligenten Vernetzung von Offshore-Energie schaffe man bezahlbare, saubere und sichere Energie, reduziere strategische Abhängigkeiten und erhöhe die Resilienz Europas insgesamt.
Ausbau der Windenergie auf See konkret vorangebracht
Die Ergebnisse wurden in einer gemeinsamen "Hamburger Erklärung" sowie in verschiedenen zwischenstaatlichen Gipfel-Erklärungen und Kooperationsprojekten festgehalten. Zudem hat man sich auf einen konkreten Aktionsplan der Energieministerinnen und Energieminister verständigt, um diese Schritte zu verwirklichen.
In ihrer gemeinsamen Erklärung kamen die Energieministerinnen und Energieminister überein, bis zu 100 Erzeugungsleistung grenzüberschreitend zu vernetzen. Zudem soll ein gemeinsamer Investitionspakt zwischen Nordsee-Staaten, Offshore-Windindustrie und Übertragungsnetzbetreibern den Nordseeraum zum größten Hubfür saubere Energie machen.
Neue Maßstäbe in der deutsch-dänischen Energiekooperation
Dass in Hamburg ganz konkrete Schritte beschlossen wurden, zeigt auch die bilaterale Einigung zwischen Deutschland und Dänemark zur gemeinsamen Förderung des Windparks im Rahmen des grenzüberschreitenden Kooperationsprojektes " Bornholm Energy Island ". Diese Einigung wurde am Rande des Gipfels getroffen. Sie trägt bei zu einer zuverlässigen, bezahlbaren und nachhaltigen Stromversorgung in der Region.
Die "Bornholm Energy Island" ist das erste rechtsverbindlich vereinbarte hybride Offshore-Kooperationsprojekt in Europa. Geplant ist die Erzeugung von drei Gigawatt Offshore-Windenergieleistung, die über zwei neue Netzverbindungen sowohl nach Deutschland als auch nach Dänemark geleitet werden. Durch die Verbindung der dänischen und deutschen Energienetze setzt die Energieinsel Bornholm neue Maßstäbe für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa.
Bessere Zusammenarbeit und mehr Sicherheit
Diese bessere Zusammenarbeit der Nordsee-Anrainerstaaten war ein zentrales Ziel des Gipfels. So soll der Ausbau der Windenergie auf See, die sogenannte Offshore -Windenergie, sowie der Wasserstoff-Infrastruktur in der Nordsee vorangebracht und effizienter gemacht werden. Zudem stand eine bessere Kooperation für mehr Sicherheit in der Nordsee und im Hohen Norden im Fokus.
Teilgenommen hatten Staats- und Regierungschefinnen und -chefs sowie Energieministerinnen und Energieminister aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, die Europäische Kommission sowie erstmals auch Island und die . Zudem nahmen über 100 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter am Gipfel teil.
Der Nordsee-Gipfel hat erstmalig 2022 in Esbjerg , Dänemark, und zuletzt 2023 in Ostende, Belgien stattgefunden. Er wurde in Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ins Leben gerufen, um die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten insbesondere aus Russland zu verringern. Primär soll die Zusammenarbeit für mehr Offshore -Windenergie intensiviert werden.
Gespräche auch mit der Wirtschaft
Der Bundeskanzler hatte die Regierungschefinnen und -chefsam Mittag am Hamburger Hafen begrüßt. Dort besichtigten sie zunächst gemeinsam das Mehrzweckschiff Neuwerk der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Die Neuwerk kann unter anderem als Eisbrecher, bei schifffahrtspolizeilichen Aufgaben und als Feuerlöschschiff eingesetzt werden - auch in Offshore-Windparks.
Im Hamburger Rathaus wurden die Gespräche dann fortgesetzt. Dabei kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst zu Arbeitssitzungen zur Sicherheit im Hohen Norden und zur Energieversorgung zusammen. Im Anschluss fand eine Konferenz mit den Energieministerinnen und Energieministern sowie über 100 Unternehmensvertreterinnen und Vertretern sowie Stakeholdernstatt. Den Abschluss fand der Gipfel nach der feierlichen Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung und einer Pressekonferenz Rahmen eines Abendessens.