Freistaat Bayern

06/07/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/07/2026 01:14

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in Rom: Fachgespräche zu europäischer Sicherheits-, Migrations- und Krisenvorsorgepolitik – Audienz bei Papst Leo XIV.

+++ Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat im Rahmen einer Informationsreise in Rom vom 4. bis 7. Juni zentrale Themen der europäischen Sicherheits-, Migrations- und Krisenvorsorgepolitik erörtert. Bei Gesprächen mit dem Großhospitalier des Souveränen Malteserordens in Rom, Dr. Josef D. Blotz, dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Italien, Dr. Thomas Bagger, sowie dem Ständigen Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in Rom, Andreas von Brandt, standen insbesondere die Steuerung von Migration, die Bekämpfung von Fluchtursachen und die Stärkung des Katastrophenschutzes im Mittelpunkt. Ein besonderer Höhepunkt der Reise war die Audienz bei Papst Leo XIV. "Die Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur durch eine enge europäische und internationale Zusammenarbeit bewältigen. Gerade bei Migration, humanitärer Hilfe und Katastrophenschutz brauchen wir starke Partner und verlässliche Strukturen", betonte Herrmann. +++

Im Magistralpalast des Souveränen Malteserordens traf Herrmann den Großhospitalier Generalmajor a. D. Dr. Josef D. Blotz. Beide würdigten die weltweite humanitäre Arbeit des Ordens, aktuell insbesondere auch im Libanon und in Gaza. Zugleich vereinbarten sie, die Zusammenarbeit insbesondere im Bereich des Katastrophenschutzes weiter auszubauen. "Unsere Hilfs- und Rettungsorganisationen sind das Rückgrat eines funktionierenden Katastrophenschutzes. Wer die Krisenfestigkeit unseres Landes stärken will, muss diese Organisationen noch stärker in Planung und Vorsorge einbinden", erklärte Herrmann.

Im Gespräch mit dem deutschen Botschafter in Italien, Dr. Thomas Bagger, standen aktuelle migrationspolitische Entwicklungen in Deutschland und Europa im Fokus. Herrmann unterstrich die Bedeutung der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) und verwies auf die Schlüsselrolle der Staaten an den Außengrenzen. "Ein wirksamer Schutz der EU-Außengrenzen und beschleunigte Verfahren sind entscheidende Voraussetzungen für ein geordnetes Asylsystem in Europa", so Herrmann. Die neuen Grenzverfahren seien ein bedeutender Schritt, um Asylentscheidungen schneller zu treffen und Rückführungen abgelehnter Asylbewerber konsequent umzusetzen. Bagger betonte, dass auch die italienische Regierung in der europäischen Asylreform einen großen Fortschritt gehe.

Mit Andreas von Brandt, dem Ständigen Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in Rom, besprach Herrmann Maßnahmen zur Bekämpfung von Fluchtursachen und zur Förderung nachhaltiger Entwicklung. Als Beispiel hob Herrmann den in München ansässigen WFP Innovation Accelerator hervor, der mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung im Jahr 2015 gegründet wurde, um innovative Lösungen gegen den Hunger in der Welt zu entwickeln und zu unterstützen. Dieser Accelerator müsse weiter gefordert und ausgebaut werden.

Ein besonderer Höhepunkt der Reise war die Audienz bei Papst Leo XIV im Vatikan. Dort standen gesellschaftlicher Zusammenhalt, Verantwortung für Frieden und die Achtung der Menschenwürde im Mittelpunkt. Herrmann betonte die Bedeutung christlicher Werte wie Nächstenliebe, Wahrhaftigkeit und Respekt für ein friedliches Zusammenleben. "Gerade in einer Zeit zunehmender internationaler Konflikte und gesellschaftlicher Spannungen müssen wir uns immer wieder auf die Werte besinnen, die Frieden, Freiheit und Zusammenhalt ermöglichen", erklärte Herrmann. Papst Leo XIV. empfing eine große Delegation des Cartellverbands der katholischen deutschen Studentenverbindungen, der auch Herrmann als Mitglied mehrerer katholischer Verbindungen angehört. Der Papst betonte die Verantwortung der jungen Akademiker für die Zukunft der ganzen Welt.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers

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