Johannes Kepler Universität Linz

02/06/2026 | News release | Distributed by Public on 02/06/2026 03:31

JKU Workshop zeigt Fortschritte in der Einzelmolekülforschung

Die 25. Ausgabe der Veranstaltung fand mit 150 Wissenschaftler*innen aus aller Welt statt.

Workshop an der JKU im Jänner 2026; Credit: JKU

Der Linzer Winter-Workshop (organisiert von Prof. Peter Hinterdorfer und Dr.in Yoo Jin Oh, beide Institut für Biophysik) ist eine renommierte internationale Tagung, die Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen zusammenbringt, um die Grenzen der Einzelmolekülforschung, Nanowissenschaft und Nanomedizin zu erkunden. Der 1999 gegründete Workshop bietet eine einzigartige interdisziplinäre Plattform für Forscher*innen aus Wissenschaft und Industrie, um Wissen auszutauschen, neue Konzepte zu diskutieren und die neuesten experimentellen und theoretischen Entwicklungen an der Schnittstelle von Physik, Chemie, Biologie und Medizin vorzustellen.

Der Workshop konzentriert sich auf die biologische Einzelmolekülforschung, Zellwissenschaft und Bio-Nanotechnologie, mit besonderem Schwerpunkt auf Nanomedizin und Hochgeschwindigkeits-Rasterkraftmikroskopie. Diese sich rasch entwickelnden Bereiche treiben wichtige Innovationen sowohl in der Grundlagenforschung als auch in medizinischen Anwendungen voran - vom Verständnis der Mechanismen molekularer Maschinen bis zur Entwicklung nanoskaliger Diagnose- und Therapietechnologien.

Der XXV. Linzer Winter-Workshop fand Ende Jänner statt und befasste sich mit modernsten Kraft- und optischen Mikroskopie-/Spektroskopietechniken, die ein umfassendes Spektrum an hochmodernen Methoden abdecken.

Zu den Themen gehörten:

Rasterkraftmikroskopie (AFM) und dynamische Kraftspektroskopie zur Untersuchung molekularer Wechselwirkungen und mechanischer Eigenschaften im Nanobereich; Fluoreszenzmikroskopie, optische Spektroskopie und optische oder magnetische Pinzetten zur Echtzeit-Visualisierung und Manipulation einzelner Biomoleküle; Fortschrittliche nanomechanische Ansätze und Nanofabrikationsmethoden, die das Design und die Steuerung von Materialien und Geräten auf molekularer Ebene ermöglichen; Entwicklungen im Bereich hochsensibler Sensortechnologien, die die Nachweisgrenzen neu definieren und eine Einzelmolekülauflösung in komplexen biologischen Systemen ermöglichen.

Durch die Integration dieser sich ergänzenden Techniken zeigt der Linzer Winterworkshop, wie quantitative Messungen im Nanobereich tiefe Einblicke in molekulare Mechanismen liefern und innovative Anwendungen in der Nanotechnologie und Medizin inspirieren können.

Über die wissenschaftlichen Sitzungen hinaus fördert der Workshop eine kollegiale und kooperative Atmosphäre. Vom 27. bis 29. Januar fand zudem eine Winter School für junge Wissenschaftler*innen und Neueinsteiger*innen statt, die Tutorials und praktische Übungen unter der Leitung von Expert*innen bot. Um den wissenschaftlichen Austausch mit sozialen Aktivitäten in Einklang zu bringen, gab es auch einen Skitag in den österreichischen Alpen. Damit wurde die langjährige Tradition des Workshops fortgesetzt, Wissenschaft mit einer inspirierenden Winterkulisse zu verbinden.

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