06/30/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/30/2026 07:11
SARAJEVO / MÜNCHEN. Das Präsidium des Bayerischen Landtags bricht unter der Leitung von Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) zu einer dreitägigen Reise nach Sarajevo auf. Gemeinsam mit dem I. Landtagsvizepräsidenten Tobias Reiß (CSU), Vizepräsident Alexander Hold (FREIE WÄHLER), Vizepräsident Ludwig Hartmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Vizepräsident Markus Rinderspacher (SPD) und den Präsidiumsmitgliedern Andreas Jäckel (CSU), Martin Wagle (CSU) und Verena Osgyan (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) besucht Aigner die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina, wo sich die Delegation vor Ort über die aktuelle Lage in der Region informieren wird. Geplant sind unter anderem Treffen mit dem Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt, mit Staatspräsident Denis Bećirović, mit Vertretern des Abgehordneten Hauses von Bosnien Herzegowina, mit deutschen Soldaten des EUFOR Kontingents sowie ein Besuch der Gedenkstätte zu Ehren der Opfer des Völkermords von Srebrenica.
Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) betont: "Der Westbalkan hat eine Schlüsselbedeutung für Europa. Hier wird Geostrategie gemacht. Hier kreuzen sich Konfliktlinien, die in den 1990er-Jahren zu Krieg geführt haben, zu Genozid, zu Staatenbildung und einem Ringen um harte Interessen bis zum heutigen Tag. Das bedeutet große Politik in einem vergleichsweise kleinen Land. Wir reisen nach Bosnien und Herzegowina, um uns vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Wir wollen zuhören, wir wollen verstehen und wir wollen - wenn wir es denn können - helfen beim Heilungsprozess. Ich bin fest überzeugt: Der parlamentarische Dialog ist ein wichtiger Baustein, um Vertrauen zu stärken und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Unser Ziel ist ein friedliches und stabiles Europa. Und dazu gehört, dass wir die Zukunft des westlichen Balkans gemeinsam gestalten."
Folgende Programmpunkte sind geplant:
Am Mittwoch, 1. Juli 2026, beginnt das Besuchsprogramm des Landtagspräsidiums mit einem Gespräch mit dem Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt. Im Mittelpunkt des Austauschs stehen die aktuelle politische Lage des Landes sowie die Perspektiven für Stabilität und Reformen. Anschließend besucht die Delegation ein Unternehmen vor Ort, um Einblicke in die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Markt in Bosnien und Herzegowina zu erhalten. Den Abschluss des ersten Reisetages bildet ein Briefing durch den Deutschen Botschafter.
Am Donnerstag, 2. Juli 2026, fährt die Delegation zunächst nach Srebrenica. Dort wird das Landtagspräsidium in der Gedenkstätte für die Opfer des Völkermords von Srebrenica einen Kranz niederlegen und sich mit dem Leiter der Gedenkstätte und einer Vertreterin der Organisation "Mütter von Srebrenica" austauschen. Zudem ist ein geführter Rundgang durch das "Genocide Museum" des Srebrenica Memorial Centers geplant. Zurück in Sarajevo wird Landtagspräsidentin Ilse Aigner den Staatspräsidenten von Bosnien und Herzegowina, Denis Bećirović, zu einem politischen Gespräch treffen. Im Anschluss diskutieren die Mitglieder des Landtagspräsidiums an der Universität Sarajevo mit Studierenden und Mitgliedern von Jugendräten über Zukunftsperspektiven des Landes, Friedenssicherung und den EU-Beitritt Bosnien und Herzegowinas. Den Schlusspunkt des Tages bildet ein Austausch mit deutschen Mittlerorganisationen im Goethe-Institut.
Am Freitag, 3. Juli 2026, stehen Gespräche im Parlament von Bosnien und Herzegowina mit Mitgliedern des Abgeordnetenhauses auf dem Programm. Zum Abschluss der Reise besucht die Delegation das Camp Butmir, wo sie von dem Kommandeur der EUFOR-Mission, Generalmajor Maurizio Fronda, empfangen wird. Die Abgeordneten werden einen Überblick über den Auftrag der Mission erhalten und sich mit deutschen Soldatinnen und Soldaten des EUFOR-Kontingents austauschen.
(PR)