06/23/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/23/2026 01:08
Am Österreichischen Kulturforum in Rom blickten Vertreter Accumolis und des Research Lab Nachhaltiges Baukulturelles Erbe der Universität für Weiterbildung Krems auf fast zehn Jahre Zusammenarbeit zurück. Seit dem Erdbeben vom 24. August 2016 arbeitet das Research Lab mit den Verantwortlichen vor Ort am Wiederaufbau des historischen Städtchens. 2019 gründete es dafür eine Wiederaufbauschule, die sie gemeinsam mit der Stadt und acht weiteren Universitäten und Forschungseinrichtungen betreibt.
Unter dem Titel "Accumoli si risveglia - 10 anni dopo il terremoto" bot der Abend Fachvorträge, Interviews, Musik, Filme, Poesien und eine Verkostung kulinarischer Spezialitäten aus Accumoli. Gastgeber waren Teresa Indjein, Direktorin des Kulturforums, und Botschafter Michael Rendi. Durch das Programm führte RAI-Journalistin Gemma Giovanelli, die den Wiederaufbau der Stadt bereits seit vielen Jahren mit Reportagen begleitet.
Manuela Rinaldi, in der Regierung der Region Lazio für den Wiederaufbau zuständig, erläuterte die vielen Facetten des Wiederaufbaus und das Bestreben, der Bevölkerung möglichst zügig spürbare Fortschritte zu bringen. Bürgermeister Mauro Tolomei dankte der Universität und schilderte die technischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen vor Ort.
Gruppenaufnahme (v.l.n.r.): Gianfranco Valentini (Pro Loco di Accumoli), Maestro Richard J. Sigmund, Arch. Dr. Alessandra Vittorini (techn. Komitee des a.o. Kommissars für Wiederaufbau Erdbeben 2016), Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Christian Hanus (UWK), Gemma Giovanelli (RAI), Dr. Reinhard Linke (ehem. ORF), Dir. Dr. Teresa Indjein (Österreichisches Kulturforum), Botschafter Dr. Michael Rendi (Österreichische Botschaft Rom), Bürgermeister Ing. Mauro Tolomei (Gemeinde Accumoli), Landesrätin Arch. Manuela Rinaldi (Regierung Lazio), Stadtrat Corrado Volpetti (Gemeinde Accumoli), Dott.essa Lucia Alberti (Fondazione Varrone), Stadträtin Katia D'Apostolo (Gemeinde Accumoli), Giuseppe Funari (Stadtkapelle Accumoli), Renzo Colucci (Verein Radici Accumolesi), Sofia Vargas Colucci (Poetin), im Hintergrund Ensemble der Accademia Vicino di Accumoli und der Stadtkapelle Accumoli
Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Christian Hanus im Gespräch mit RAI-Journalistin Gemma Giovanelli
Universitätsprofessor Dr. Dr. h.c. Christian Hanus, Wissenschaftlicher Leiter des Research Lab Nachhaltiges Baukulturelles Erbe und Koordinator der Scuola di Ricostruzione, stellte die bisher umgesetzten Projekte vor. Er betonte, wie wichtig es sei, die Zivilbevölkerung und die lokalen Verantwortlichen einzubinden, die über umfassendes Wissen zur zerstörten Altstadt verfügen. Dieses Wissen mit neuen Methoden in den Wiederaufbau zu integrieren, sei eine große, aber unabdingbare Aufgabe.
Einen Höhepunkt bildete ein Film des früheren ORF-Journalisten Reinhard Linke über das zerstörte Zentrum, untermalt mit Musik aus dem Oratorium "Rimembranza", das am Gedenktag in Amatrice uraufgeführt wird. Komponist Richard J. Sigmund dirigierte dazu Ensembles des Orchesters der Accademia Vicino di Accumoli und der örtlichen Blaskapelle. Renzo Colucci, Präsident des Vereins Radici Accumolesi, sprach über die Bedeutung des kulturellen und kulinarischen Erbes für den Wiederaufbau.
Stellvertretend für die Bevölkerung dankten Blasmusik-Präsident Giuseppe Funari, Pro-Loco-di-Accumoli-Präsident Gianfranco Valentini und Renzo Colucci den Gastgebern und der Universität für die jahrelange Zusammenarbeit. Der Abend leitete das Gedenken an das Erdbeben vor zehn Jahren ein. Dazu gehört auch die diesjährige Accademia Vicino di Accumoli, eine internationale Orchesterakademie, die seit fünf Jahren das kulturelle und soziale Leben der Stadt belebt.