Stadt Tuttlingen

02/25/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/25/2026 04:25

GedenkfeierErinnerung an den Kriegsausbruch in der Ukraine


Gedenken an den Überfall auf die Ukraine vor vier Jahren: OB Michael Beck mit Übersetzerin Yuliia Khoryshko.

Auf dem Marktplatz waren die Umrisse der Ukraine aufgezeichnet, Kerzen bestrahlten sie, und viele der Teilnehmenden hatten sich in ukrainische Flaggen gehüllt. Vor allem die in Tuttlingen lebenden Ukrainer*inne waren zur Gedenkstunde gekommen, die Kulturpreisträger Christoph "Stiefel" Manz zusammen mit der Stadt organisiert hatte.

"Vor vier Jahren hätten wir nicht gedacht, dass wir diesen traurigen vierten Jahrestag begehen müssen", so OB Michael Beck. Beck bezeichnete den russischen Krieg gegen die Ukraine als barbarisch. Er sei immer wieder aufs Neue schockiert - auch, dass verstärkt der Winter als Waffe eingesetzt werde, indem gezielt die lebenswichtige Infastruktur zerstört werde: "Dieser Krieg richtet sich immer mehr gegen die Zivilbevölkerung".

Schockiert ist Beck aber auch darüber, dass die russische Propaganda in Westeuropa zusehends auf fruchtbaren Boden falle. "Der Aggressor will, dass Europa sich nicht mehr einig ist - und er hat Erfolg damit." Trotz aller schlechten Vorzeichen gab Beck die Hoffnung auf einen baldigen Frieden in der Ukraine nicht auf. Gleichzeitig betonte er, dass die derzeit rund 800 Ukrainerinnen und Ukrainer in der Stadt weiterhin willkommen seien - und hoffte, dass sie sich im Rahmen des Möglichen in Tuttlingen wohl fühlen.

Welche Bedeutung der 24. Februar im Leben aller Ukrainer hat, wurde bei der Begrüßung durch Julia Lobikova deutlich: "Wir alle erinnern uns an den Morgen dieses Tages - er wird für immer unauslöschlich sein." Der ukrainische Soldat Sergij, der noch bis kurzem an der Front war, erinnert an die große Verantwortung, die er und seine Kameraden empfinden. "Wir dürfen nicht müde werden - wenn wir nachlassen, verlieren wir unser Land." Umso wichtiger sei es, die Rückdendeckung der Bevölkerung zu spüren - auch weit weg von der Ukraine wie in Tuttlingen.

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