09/24/2026 | Press release | Distributed by Public on 09/24/2026 07:41
Meldungsdatum: 24.09.2026
Der geförderte Glasfaserausbau in mit Breitband unterversorgten Gebieten Braunschweigs, den so genannten "Weißen Flecken", steht vor dem Abschluss. Rund 430 Adressen, für die keine privatwirtschaftliche Ausbauperspektive bestand und deren Download-Bandbreite bei weniger als 30 Mbit/s lag, haben damit die Möglichkeit erhalten, sich ans schnelle Internet anzuschließen.
"Mit dem geförderten Ausbau ermöglichen wir auch dort Glasfaser, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau für die Telekommunikationsunternehmen nicht darstellbar ist", sagte Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum bei einem Ortstermin bei dem vor kurzem ans Glasfasernetz angeschlossenen Fischereibetrieb Lübbe in Riddagshausen. "Versorgungslücken wurden geschlossen für Institutionen, Unternehmen und die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. So machen wir unsere Stadt fit für die digitale und vernetzte Welt."
Von schnellem Internet profitieren private Nutzerinnen und Nutzer, insbesondere aber auch Institutionen und Unternehmen. Eine leistungsfähige Glasfaseranbindung schafft die Grundlage für digitale Geschäftsprozesse, Cloud-Anwendungen, den schnellen Austausch großer Datenmengen, die Vernetzung von Standorten und moderne Formen der Zusammenarbeit. Sie ist daher ein wichtiger Bestandteil moderner Wirtschafts- und Standortinfrastruktur.
Riddagshausen beispielsweise wurde überwiegend eigenwirtschaftlich ausgebaut. Es blieben Adressen in den Randbereichen aufgrund hoher Erschließungskosten zunächst ohne entsprechende Ausbauperspektive. Diese konnten im Rahmen des Förderprojekts nun erschlossen werden. Damit ist der geförderte Glasfaserausbau stadtweit bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen.
"Der Abschluss des geförderten Projekts ist für Braunschweig ein erfreuliches Signal," sagt Peter Richter, Konzernbevollmächtigter der Telekom. "Die Versorgung von 430 Adressen mit Glasfaser stärkt die digitale Infrastruktur und verbessert die Zukunftsfähigkeit der angeschlossenen Gebiete. Besonders hervorheben möchten wir die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten seit dem Projektstart im Jahr 2024. Nachdem die wesentlichen Ausbauziele erreicht wurden, wird der geförderte Ausbau nun planmäßig beendet."
"Die Umsetzung war insbesondere dort anspruchsvoll, wo bestehende Infrastrukturen wie Autobahnen oder Bahntrassen gekreuzt werden müssen. Die dafür notwendigen Planungen, Abstimmungen und Genehmigungen sind mit erheblichem Aufwand verbunden," so Dr. André Zehl, Leiter Telekom Technik. "Durch eine gezielte Mitnutzung unserer bestehenden Leerrohre konnten wir die Kosten deutlich reduzieren."
Für die rund 430 Adressen beim geförderten Ausbau, davon die Hälfte in Gewerbegebieten, mussten so lediglich noch rund 44 Kilometer neue Kabeltrassen ausgehoben werden, statt ursprünglich veranschlagter 62 Kilometer. 47 neue Netzverteiler wurden errichtet. So reduziert sich das ursprünglich veranschlagte Investitionsvolumen von rd. 6,6 Millionen Euro voraussichtlich um ca. 1 Million Euro. 50 Prozent der förderfähigen Kosten trägt der Bund, vertreten durch die aconium GmbH, 25 Prozent das Land Niedersachsen mit der NBank. Den verbleibenden Anteil übernimmt die Stadt Braunschweig. OB Dr. Kornblum: "Mein Dank gilt der Telekom für die effiziente Umsetzung und den Fördermittelgebern Bund und Land für die finanzielle Unterstützung."
Inklusive der Nutzung von ca. 98 Kilometern Leerrohrtrassen sind ca. 142 Kilometer Glasfaser verlegt worden. Rund 75 Prozent aller geförderten Ausbauadressen haben sich umgehend für einen Glasfaser-Hausanschluss entschieden.
Die Stadt Braunschweig informiert auf ihrer Internetseite unter https://www.braunschweig.de/breitbandausbau regelmäßig über den aktuellen Stand des Breitbandausbaus insgesamt (eigenwirtschaftlich durch verschiedene Telekommunikationsunternehmen sowie gefördert), die Vorteile des Glasfasernetzes und die weiteren Ausbauplanungen.
V. l. n. r.: Lars Wilmschen (Breitbandkoordinator Stadt Braunschweig), Gerold Leppa (Stadtbaurat und Wirtschaftsdezernent), Dr. André Zehl (Telekom Deutschland GmbH - Technischer Leiter Standort Braunschweig) , Klaus Lübbe (Fischereibetrieb Lübbe - Riddagshausen), Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, Moritz Mönnich (Telekom Deutschland GmbH - Servicetechniker Braunschweig) , Sabine Köhler (Telekom Deutschland GmbH - Regio Managerin Fiber Nord), Thorsten Viedt (Telekom Deutschland GmbH - Baubegleiter Technik Braunschweig).