06/22/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/22/2026 08:04
Dem Landkreis Sigmaringen liegen Hinweise auf betrügerische Telefonanrufe vor, bei denen die Anrufer Bürgerinnen und Bürger kontaktieren und sich fälschlicherweise als Mitarbeitende der Pflegestützpunkte ausgeben. Ziel dieser Täuschung ist es, Vertrauen zu erschleichen, an persönliche Daten zu gelangen oder Betroffene zu unnötigen beziehungsweise kostenpflichtigen Leistungen zu bewegen.
Die Anrufer wirken häufig professionell und vertrauenswürdig, geben vor, in der Pflegeberatung tätig zu sein, und bieten vermeintliche Unterstützung bei Anträgen oder Leistungsprüfungen an. Dabei bauen sie gezielt Druck auf und drängen auf schnelle Entscheidungen. Gegebenenfalls wird auch versucht, kurzfristig Hausbesuche zu vereinbaren - offenbar mit dem Ziel, direkten Zugang zur Wohnung zu erhalten.
Der Pflegestützpunkt des Landkreises Sigmaringen weist ausdrücklich darauf hin, dass dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine unangekündigten Telefonanrufe durchführen, um persönliche Daten abzufragen oder Verträge abzuschließen. Der Pflegestützpunkt berät die Bürgerinnen und Bürger kostenfrei und wird ausschließlich auf Initiative der Ratsuchenden tätig. Hausbesuche erfolgen nur auf ausdrücklichen Wunsch und nach vorheriger, transparenter Terminvereinbarung. Mitarbeitende der Pflegestützpunkte fordern niemals dazu auf, kostenpflichtige Verträge mit ihnen abzuschließen.
Der Pflegestützpunkt rät dazu, gegenüber unbekannten Anrufern keine Angaben zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen zu machen. Wer angerufen wird, sollte sich nicht unter Druck setzen lassen und das Gespräch beenden, wenn ihm etwas ungewöhnlich erscheint. Hausbesuche sollten strikt abgelehnt und die eigene Anschrift nicht weitergegeben werden, sofern nicht selbst der Pflegestützpunkt angerufen wurde, um einen Hausbesuch zu vereinbaren.
Im Zweifelsfall sollten Betroffene selbst Kontakt zum Pflegestützpunkt aufnehmen. Dieser ist erreichbar per E-Mail oder unter den Telefonnummern 07572 7137-372 und -431. Der Pflegestützpunkt rät dazu, insbesondere ältere oder pflegebedürftige Angehörige oder Nachbarn für diese Betrugsmasche zu sensibilisieren. Wer einen zweifelhaften Anruf erhält oder erhalten hat, sollte sich an die Polizei wenden und den zuständigen Pflegestützpunkt informieren.