07/08/2026 | Press release | Distributed by Public on 07/08/2026 07:02
Wie kann Künstliche Intelligenz unser Miteinander stärken? Warum sind digitale Medien eine Herausforderung für unseren Zusammenhalt? Und wie wollen wir auch in der Zukunft gut zusammenleben? Unter anderem um diese Fragen ging es beim sechsten Zukunftsdialog vor Ort, zu dem die Bayerische Jugendministerin Ulrike Scharf in Kooperation mit dem "JFF- Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis" Schülerinnen und Schüler der Städtischen Berufsschule für Fachinformatik Systemintegration in München geladen hatte.
Scharf betonte: "Junge Menschen wollen nicht nur von der Zukunft träumen, sondern sie mitgestalten. Wenn wir die Jugend beteiligen und ihr zuhören, wächst Vertrauen. Aus Ideen werden Lösungen. Das stärkt unseren Zusammenhalt und schützt unsere Demokratie. KI verändert unser Zusammenleben. Sie kann es bereichern und vor Herausforderungen stellen - Jugendliche gestalten diesen Wandel bereits mit. Junge Menschen wissen oft am besten, wie KI und digitale Medien ihren Alltag und ihr Zusammenleben beeinflussen. Es ist mir wichtig, selbst mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu sprechen - miteinander statt übereinander. So bleibt Bayern gemeinsam stark."
Susanne Eggert, Leiterin des "JFF- Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis", erklärte: "Alle Zukunftsdialoge sind einzigartig, weil sie die individuellen Sichtweisen von jungen Menschen auf ihre Zukunft sichtbar machen. Der Zukunftsdialog heute dreht sich um das Thema 'Zusammenleben in Zeiten von KI & Werte im digitalen Raum'. Die jungen Menschen, die sich damit auseinandersetzen, sind Schülerinnen und Schüler der städtischen Berufsschule für Fachinformatik Systemintegration in München, sie beschäftigen sich also tagtäglich aus einer technischen Perspektive mit dem Thema KI. Im Ausbildungsalltag bleibt oft nicht viel Zeit, um sich auf einer ethischen und wertebezogenen Ebene mit den Möglichkeiten und Grenzen von Künstlicher Intelligenz auszutauschen. Heute haben die Berufsschülerinnen und -schüler die Möglichkeit, ihre Vorstellungen und Erfahrungen zu reflektieren und kreativ zu bearbeiten. Im Austausch mit der Jugendministerin hat sich gezeigt, wie groß das Verantwortungsbewusstsein der jungen Menschen und Auszubildenden ist, wenn es um KI geht."
Die Berufsschülerinnen und -schüler haben beim Zukunftsdialog einen Bühnentalk als Live-Podcast zum Thema "Zusammenleben in Zeiten von KI" aufgezeichnet und dazu direkt mit der Jugendministerin und der JFF-Direktorin gesprochen. In Workshops vor Ort entwickelten die jungen Menschen KI-Videos und KI-Games, die sie später der Staatsministerin präsentierten.
Zukunftsdialog-Teilnehmer Paul Hirschel sagte: "Die größte Herausforderung bei KI sind die Anwendung und der richtige Umgang. KI ist in vielen Bereichen revolutionär - sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext. Sie schafft viel Erleichterung, aber auch neue Herausforderungen. Deswegen ist es wichtig, dass wir den richtigen Umgang damit lernen."
Die "Zukunftsdialoge vor Ort" sind seit 2024 Teil des neu eingeführten "Bayerischen Aktionsplans Jugend" unter dem Motto "Mach mit - für deine Demokratie". Nach erfolgreichen Stationen in Bayreuth, Weilheim, Roth, Aichach, Deggendorf machte der "Zukunftsdialog vor Ort" nun erstmals in München Station.
Weitere Informationen zum Projekt und zu den Ergebnissen stehen unter Zukunftsdialoge vor Ort bereit.