11/05/2026 | Press release | Distributed by Public on 11/05/2026 04:58
Von Europa in die ganze Welt - das Konzept des mobilen Baukrans ist zwar in Europa entstanden, aber die Vorteile der Liebherr-MK-Krane werden inzwischen von Kranbetreibern auf allen Kontinenten geschätzt: mehrere Einsatzorte pro Tag ohne aufwändige Logistik, Aufbau unter engen Platzverhältnissen, hohe Leistung bei weiten Ausladungen über Störkanten hinweg und die Möglichkeit mit Baustellenstrom zu arbeiten.
In vielen Ländern gelten für schwere Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen strengere Vorgaben als in Europa. Der neue Mobilbaukran MK 88-4.2E ist deshalb auch für einen Fahrzustand mit weniger als 9,2 Tonnen Achslast und einem Gesamtgewicht von unter 36,3 Tonnen ausgelegt. Dies kann die Genehmigung und den Straßeneinsatz in Märkten mit entsprechenden Gewichtsgrenzen erleichtern. Die im Vergleich zum Vorgänger breiteren Reifen der Größe 445/75 R22,5 mit Aluminiumfelgen ermöglichen den Eintritt in zusätzliche Märkte wie Australien, Dänemark und die USA.
Während das Auslegersystem vom MK 88-4.1E weitgehend übernommen wurde, hat Liebherr das Kranfahrgestell und den Ballast so überarbeitet, dass die niedrigeren Achslasten ermöglicht werden: Das Gegengewicht ist mehrfach geteilt und abnehmbar und die Schiebeholme sind einfach demontierbar.
Optional ist eine Selbstballastierung erhältlich: Das Gegengewicht lässt sich ohne Hilfskran einfach und schnell montieren. Ein robustes, vom Kran überwachtes System unterstützt einen sicheren und zuverlässigen Ablauf. Abhängig von der Entfernung des Ballast-Transportfahrzeugs hebt der Kran das Gegengewicht in zwei oder drei Hüben auf das Fahrgestell. Um den An- und Abbau des kompletten Ballastes zu ermöglichen sind die Ballastierzylinder in den Fahrzeugrahmen integriert. Diese Lösung ist bei MK-Kranen neu.
Eine neue Option ermöglicht es, den Kran bereits beim Abstützen und Ballastieren auf der Baustelle elektrohydraulisch zu betreiben. Mit Baustellenstrom oder einem externen Batterie-Powerpack erfolgen diese Arbeitsschritte lokal ohne CO2-Emissionen.
Zu den üblichen 32 und 63 Ampere ist ein 16 Ampere-Netzanschluss serienmäßig. Der Vorteil besteht darin, dass der neue MK 88-4.2E auch auf Baustellen mit niedrigem Netzanschluss elektrisch arbeiten kann, wenn auch mit reduzierten Geschwindigkeiten. Dank intelligentem, flexiblem Energiemanagement in Verbindung mit vollelektrischen Antrieben kann sich der Kran schnell an die jeweilige Situation anpassen.
Bewährte Komponenten und Krantechnik hat der neue MK 88-4.2E von seinem Vorgänger übernommen. Er kombiniert starke Maximaltraglasten von bis zu acht Tonnen mit enormer Wendigkeit. Mit einem Wenderadius von nur 11,88 Meter und unabhängiger Hinterachslenkung eignet sich der Vierachser für viele Einsätze von innerstädtischen Baustellen bis hin zu Industrieprojekten. Bei seiner maximalen Ausladung von 45 Metern kann er an der Spitze noch 2.200 Kilogramm heben. Durch die intelligente Steuerung Load-Plus sind automatische Traglast-Erhöhungen um bis zu zehn Prozent machbar.
Das Hybrid-Power-Konzept der Liebherr-MK-Krane ermöglicht einen rein elektrischen Kranbetrieb mit Baustellenstrom oder einer anderen externen Stromquelle. Dadurch arbeitet der Kran besonders leise, was gerade bei nächtlichen Baustellen von Vorteil sein kann. Die MK-Krane sind mit dem Liduro Power Port (LPO) von Liebherr, dem mobilen Energiespeichersystem zur Versorgung von Baustellen, kompatibel. Gibt es keine externe Stromquelle für den MK, sichert ein effizientes Dieselaggregat den autarken Betrieb.