06/25/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/25/2026 04:58
"Wiederaufbau der Ukraine ist strategische Investition in Sicherheit und Wohlstand Europas"
Die Weltgemeinschaft trifft sich am 25./26. Juni zur mittlerweile fünften Ukraine-Wiederaufbaukonferenz, die diesmal in Polen stattfindet. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und internationalen Institutionen kommen zusammen, um sich zu vernetzen und den Wiederaufbau in der Ukraine voranzubringen, das größte Wiederaufbauprojekt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Österreich ist heuer durch Bundeskanzler Christian Stocker das erste Mal auf Ebene des Regierungschefs vertreten.
Die Weltbank schätzt den finanziellen Wiederaufbaubedarf für die nächsten 10 Jahre auf rund 588 Milliarden US-Dollar. "Dies belegt das schier unglaubliche Ausmaß an Brutalität und Zerstörung, dem die Ukraine nun schon im fünften Jahr ausgesetzt ist. Der russische Angriffskrieg geht unvermindert weiter", betonte Stocker im Vorfeld der Konferenz.
Ein zentrales Thema der Konferenz sei die Mobilisierung des Potenzials des privaten Sektors für die wirtschaftliche Erholung und den Wiederaufbau der Ukraine, erläuterte Stocker. Er sehe hier "enorme Chancen" für die österreichische Wirtschaft.
Vor dem Krieg war Österreich der sechstgrößte ausländische Investor in der Ukraine. Rund 1.000 österreichische Unternehmen sind nach wie vor in der Ukraine aktiv, 200 davon mit eigener Niederlassung. Trotz der schwierigen Situation schaffen sie rund 30.000 Arbeitsplätze vor Ort. "Ihr Engagement ist die Grundlage für den erfolgreichen Wiederaufbau, der schon längst begonnen hat", so der Kanzler. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und der Ukraine hätten sich zuletzt sehr positiv entwickelt. Im ersten Quartal 2026 sind die österreichischen Exporte in die Ukraine um mehr als 30 Prozent gestiegen und übersteigen somit erstmals das Vorkriegsniveau von 2021.
Die Vielfalt der österreichischen Expertise in der Ukraine zeigt sich auch durch die Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 20 österreichischen Spitzenunternehmen, die bei der Konferenz in Danzig vertreten sind. Dazu gehören unter anderem ASFINAG, Frequentis, Palfinger, RAG Austria, Primetals, RBI, Uniqa, Verbund oder Voestalpine. "Sie bringen Expertise in genau jenen Bereichen mit, die die Ukraine beim Wiederaufbau besonders braucht", so der Bundeskanzler mit Verweis auf Bereiche wie Finanzierung, Infrastruktur, Energie, Bauwesen und Nachhaltigkeit. Mit den Vertreterinnen und Vertretern der österreichischen Unternehmen tauscht sich der Kanzler am Rande der Konferenz bei einem Business Roundtable aus.
Am Rande der Konferenz trifft der österreichische Bundeskanzler die beiden Gastgeber, den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk sowie die ukrainische Ministerpräsidentin Yulia Svyrydenko zu bilateralen Gesprächen.
Bilder von der Konferenz sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.