06/25/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/25/2026 04:48
Bereits im Probebetrieb kam es zur Festnahme von zwei gesuchten Drogenhändlern und einem international gesuchten Betrüger.
Innenminister Gerhard Karner, Bundeskriminalamtsdirektor Andreas Holzer und Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan präsentierten am 24. Juni 2026 bei einem Lokalaugenschein am Wiener Westbahnhof ein neues Smartphone-System zur kontaktlosen Identitätsfeststellung im praktischen Einsatz. Durch den Fingerabdruckscan können gesuchte Straftäterinnen und Straftäter sowie illegal aufhältige Personen bei Schwerpunktaktionen schneller ausgeforscht und aus dem Verkehr gezogen werden.
"Durch den Einsatz des neuen Fingerabdrucksystems setzen wir nicht nur einen Meilenstein in der Fahndungstechnik, sondern erhöhen den Druck bei der Suche nach Kriminellen", sagte Innenminister Gerhard Karner am Rande der Schwerpunktaktion am Wiener Westbahnhof.
Seit Herbst 2025 testen rund 600 Exekutivbedienstete in Wien, Niederösterreich, der Steiermark, Tirol sowie im Bundeskriminalamt mit bislang über 1.300 Anfragen den mobilen Fingerabdruckscan im Probebetrieb. Diese führten zu mehreren Festnahmen bzw. Identifizierungen von illegal aufhältigen Personen und gesuchten Straftäterinnen und Straftätern. So gelang durch den mobilen Fingerabdruckscan zum Beispiel die Festnahme eines wegen Betrugs- bzw. Fälschungsdelikten seit 20 Jahren per EU-Haftbefehl gesuchten Kroaten oder auch die Identifizierung von zwei gesuchten Drogenhändlern.
Planquadrate als Teil der vielschichten Kontrolltätigkeiten
In den vergangenen Jahren konnte die illegale Migration durch ein Bündel an Maßnahmen deutlich reduziert werden. Dazu zählen die Weiterentwicklung des Grenzschutzes durch stationäre Kontrollen sowie regelmäßig durchgeführte fremdenpolizeiliche Planquadrate an wichtigen Verkehrsknotenpunkten.
Während zwischen dem 10. und 16. Oktober 2022 noch rund 3.700 Menschen nach einer illegalen Einreise im Burgenland aufgegriffen wurden, waren es in der vergangenen Woche lediglich elf Personen. Derartige Schwerpunktaktionen bzw. Planquadrate finden in allen Bundesländern häufig und wiederkehrend statt. Alleine in Wien wurden seit Jahresbeginn rund 250 derartige fremdenpolizeiliche Planquadrate durchgeführt.
App zum Scannen von Fingerabdrücken sorgt international für großes Interesse
Die österreichische Polizei gehört weltweit zu den ersten Polizeieinheiten, die einer derartige App im Streifendienst einsetzen.
Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamtes, wird diese App Anfang Juli - gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des AIT - bei einer Konferenz der Vereinten Nationen in New York vorstellen.
Artikel Nr: 30449 vom Donnerstag, 25. Juni 2026, 11:11 Uhr
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