03/12/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/12/2026 11:22
Pressemitteilung: 12.03.2026 16:23 Kategorie: Bürger, Sicherheit und Ordnung, Umwelt, Verwaltung
Nach dem Ausbruch der Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI - Geflügelpest) im Kyffhäuserkreis im Februar dieses Jahres, wurde am 12. März 2026 nun auch der Ausbruch in einer nicht gewerblichen Geflügelhaltung mit rund 50 Tieren in Erfurt amtlich festgestellt.
Das Veterinäramt hat die erforderlichen tierseuchenrechtlichen Maßnahmen eingeleitet, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Die Einrichtung einer Schutzzone mit einem Radius von mindestens drei Kilometern sowie einer Überwachungszone mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den betroffenen Bestand wurden durch Allgemeinverfügung angeordnet. Die Schutzzone umfasst den gesamten Ortsteil Stotternheim.
Von der Überwachungszone sind folgende Ortsteile betroffen:
|
Altstadt |
|
Andreasvorstadt |
|
Azmannsdorf |
|
Berliner Platz |
|
Brühlervorstadt - nördlich der Straßen Höhenweg und Röderweg |
|
Gispersleben |
|
Hohenwinden |
|
Ilversgehofen |
|
Johannesplatz |
|
Johannesvorstadt |
|
Kerspleben |
|
Krämpfervorstadt |
|
Kühnhausen |
|
Linderbach - nördlich der B 7 |
|
Marbach |
|
Mittelhausen |
|
Moskauer Platz |
|
Rieth |
|
Roter Berg |
|
Salomonsborn |
|
Schwerborn |
|
Sulzer Siedlung |
|
Tiefthal |
|
Töttleben |
|
Vieselbach |
|
Wallichen |
Für beide Zonen gilt insbesondere ein sofortiges Aufstallgebot. Weiterhin ist das Verbringen von Geflügelerzeugnissen, vor allem Eiern aus dem Bestand untersagt. Vermehrte Erkrankungen, verringerte Legeleistung und vermehrte Todesraten von Geflügel sind dem Veterinäramt sofort zu melden. Alle Biosicherheitsmaßnahmen wie insbesondere Wechsel der Kleidung vor Betreten des Bestandes sind konsequent umzusetzen. Die weiteren Bestimmungen sind der Allgemeinverfügung zu entnehmen.
Die Geflügelpestsituation bei Wildvögeln in Thüringen bleibt weiterhin dynamisch. Seit Beginn des Jahres wurden 47 Fälle der HPAI bei Wildvögeln festgestellt (Quelle WebTSN). Das Geflügelpestvirus konnte in Thüringen auch vereinzelt bei Säugetieren wie Waschbären oder Füchsen nachgewiesen werden. Aufgrund des hohen Infektionsdrucks in der Wildvogelpopulation sind Übertragungen durch den Kontakt von Fleischfressern mit HPAI-Virus infizierten Wildvogelkadavern anzunehmen.