Destatis - Federal Statistical Office of Germany

02/03/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/03/2026 01:03

Pressemitteilung Nr. N009 vom 3. Februar 2026 Fast ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland ist zwischen 55 und 64 Jahre alt

Presse Fast ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland ist zwischen 55 und 64 Jahre alt

Pressemitteilung Nr. N009 vom 3. Februar 2026

  • Anteil der älteren Erwerbstätigen mit 24 % EU-weit am höchsten
  • Gründe sind unter anderem die Alterung der Bevölkerung und das steigende Renteneintrittsalter
  • Statistisches Bundesamt veröffentlicht neue Sonderseite zum Thema Rente und Alterssicherung

WIESBADEN - Deutschland hat die älteste Arbeitsbevölkerung in der Europäischen Union (EU). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilt, waren hierzulande im Jahr 2024 von den rund 40,9 Millionen Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren gut 9,8 Millionen zwischen 55 und 64 Jahre alt. Das entsprach einem Anteil von knapp einem Viertel (24,0 %) - der höchste Wert aller EU-Staaten. EU-weit machten ältere Erwerbstätige rund ein Fünftel (20,1 %) der Erwerbstätigen aus.

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Anteil älterer Erwerbstätiger auch in Italien und Bulgarien sehr hoch

Den nach Deutschland zweithöchsten Anteil älterer Erwerbstätiger in der EU hatte im Jahr 2024 Italien: Hier stellten die 55- bis 64-Jährigen 23,0 % der Erwerbstätigen. In Bulgarien lag der Anteil mit 22,3 % ebenfalls vergleichsweise hoch. Anteilig die wenigsten älteren Erwerbstätigen in der EU gab es in Malta: Nur rund jede oder jeder neunte (10,8 %) Erwerbstätige des Inselstaates war zwischen 55 und 64 Jahre alt. Auch in Luxemburg (12,8 %) und Polen (15,2 %) machte diese Altersgruppe einen vergleichsweise geringen Anteil an den Erwerbstätigen aus.

Renteneintrittsalter in Deutschland nimmt zu

Ein zentraler Grund für den hohen Anteil älterer Erwerbstätiger in Deutschland ist die zunehmende Alterung der Bevölkerung. Darüber hinaus gehen die Menschen hierzulande immer später in Rente. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter lag im Jahr 2024 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung bei Altersrenten für Frauen und Männer bei 64,7 Jahren. 2004 hatte es für Frauen bei 63,0 Jahren und für Männer bei 63,1 Jahren gelegen. Ein Grund für den Anstieg ist die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre bis zum Jahr 2029. Auch das Auslaufen von zwei Modellen einer vorgezogenen Altersrente, die teilweise schon mit 60 Jahren in Anspruch genommen werden konnten, spielt eine Rolle.

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Statistisches Bundesamt mit neuer Sonderseite zum Thema Rente und Alterssicherung

Diese und weitere Daten zum Thema Rente und Alterssicherung bündelt das Statistische Bundesamt auf einer neuen Sonderseite unter https://www.destatis.de/rente. Das Datenangebot umfasst die Bereiche Demografie, Arbeit, Einkommen und Staatshaushalt. Es reicht von Vorausberechnungen zur künftigen Zahl der Personen im Rentenalter über Analysen zu Erwerbstätigkeit und Einkommen von Rentnerinnen und Rentnern bis hin zu Daten zur Entwicklung der Staatsausgaben für Renten und Pensionen.

Methodische Hinweise:

Die Daten zu den Erwerbstätigen stammen aus der EU-Arbeitskräfteerhebung. Betrachtet werden Erwerbstätige zwischen 15 und 64 Jahren.

Weitere Informationen:

Die Daten zu den Erwerbstätigen in den EU-Staaten differenziert nach Alter und Geschlecht sind in der Eurostat Datenbank abrufbar. Weitere Informationen zur Erwerbstätigkeit älterer Menschen im EU-Vergleich bietet die Webseite "Europa in Zahlen".

Daten und Fakten rund um das Thema Fachkräfte bündelt das Statistische Bundesamt auf einer eigenen Sonderseite (https://www.destatis.de/fachkraefte). Das Datenangebot umfasst die Bereiche Demografie, Erwerbstätigkeit, Bildung und Zuwanderung. Es reicht von Vorausberechnungen zur künftigen Zahl von Erwerbspersonen über Analysen zum Arbeitskräfteangebot bis hin zu Daten zu Arbeitsmigration und Ausbildungsmarkt.

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