02/27/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/27/2026 06:35
27.02.2026
Die kurdische Provinz Dohuk liegt in einer Region, die von Konflikten, Vertreibung und Krisen geprägt ist. Hunderttausende Geflüchtete - Eziden, Christen und Sunniten - haben hier Schutz gesucht. Vizepräsidentin Berivan Aymaz empfing den Gouverneur der Provinz, Prof. Dr. Ali Tatar Tawfiq, im Landtag und tauschte sich mit ihm über humanitäre Hilfe und die Situation in kurdischen Gebieten aus.
"Dohuk steht für das starke Engagement der Region Kurdistan/Irak bei der Aufnahme von Schutzsuchenden. Bei meiner Reise dorthin Anfang dieses Monats konnte ich die Situation vor Ort direkt erleben und mich mit lokalen Akteuren über die Herausforderungen für die Bevölkerung, insbesondere in den Bereichen Flüchtlingshilfe, humanitäre Unterstützung und regionale Stabilität, austauschen. Auch Nordrhein-Westfalen verfügt über langjährige Erfahrung bei der Aufnahme und Integration Schutzsuchender. Wir wollen die Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und Dohuk vertiefen und unsere Erfahrungen in der Unterstützung von Geflüchteten einbringen", sagte Vizepräsidentin Berivan Aymaz.
Ein besonderer Fokus der humanitären Zusammenarbeit liegt auf der Situation der ezidischen Gemeinschaft. Die Bevölkerungsgruppe war 2014 im Nordirak Ziel systematischer Verfolgung durch die Terrororganisation "Islamischer Staat", was viele zur Flucht zwang. Der Deutsche Bundestag hat diese Gewalttaten als Genozid anerkannt. Auch Nordrhein-Westfalen bekennt sich zu seiner humanitären Verantwortung. Der Landtag hat hierzu unter anderem einen Antrag beschlossen, der ein Schutzprogramm des Landes für Ezidinnen und Eziden vorsieht.