Bundesland Hessen

08/17/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/17/2026 08:45

Wissenschaftsminister Gremmels reist in die USA

17.08.2026

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Pressemitteilung

Wissenschaftskooperation

Wissenschaftsminister Gremmels reist in die USA

Wissenschaftsfreiheit, Demokratie und Zukunftstechnologien im Fokus

Wissenschaftsminister Timon Gremmels reist in dieser Woche als Teil der Delegation der Wissenschaftsministerkonferenz in die Vereinigten Staaten, um die transatlantische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung zu stärken und sich über die Freiheit der Wissenschaft und die Bedeutung von Hochschulen für demokratische Gesellschaften auszutauschen. Stationen der Reise sind Washington, D.C., San Francisco, Los Angeles sowie Madison und Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin.

"Die transatlantische Partnerschaft lebt vom persönlichen Austausch und von gemeinsamen Werten. Gerade in einer Zeit, in der Wissenschaftsfreiheit und demokratische Prinzipien weltweit unter Druck geraten, müssen wir den Dialog zwischen unseren Gesellschaften und insbesondere zwischen unseren Hochschulen stärken", sagt Wissenschaftsminister Timon Gremmels.

Washington

Erste Station der Reise ist Washington, D.C. Dort wird Gremmels gemeinsam mit einer Delegation der deutschen Wissenschaftsministerkonferenz der Länder an einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) organisierten Roundtable mit US-amerikanischen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern teilnehmen. Unter dem Titel "The Role of Universities in Future Strategic Alliances" geht es um die Rolle von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den künftigen strategischen Partnerschaften zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten und um die Resilienz dieser Beziehungen.

San Francisco

Danach geht es weiter nach San Francisco zur Jahrestagung der German Academic International Network (GAIN). GAIN bringt junge deutsche Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zusammen, die an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Nordamerika tätig sind. "Der Austausch mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die eine Zeit lang an renommierten amerikanischen Hochschulen und Forschungsinstituten arbeiten, ist für die Politik besonders wertvoll", sagt Gremmels. "Sie kennen beide Wissenschaftssysteme aus eigener Erfahrung und sind wichtige Brückenbauerinnen und Brückenbauer zwischen Deutschland und den USA."

Los Angeles

Die Reise führt die Wissenschaftsminister weiter nach Los Angeles. Beim Besuch des NASA Jet Propulsion Lab (JPL) am renommierten California Institute of Technology (Caltech) und bei einem Austausch über die Arbeit von Google Quantum AI stehen die Themen Weltraumforschung, Quantencomputing und Künstliche Intelligenz (KI) auf der Agenda. Diese Themen sind Teil der High Tech Agenda der Bundesregierung und für deutsch-amerikanische Forschungskooperationen besonders wichtig.

Mit führenden Vertreterinnen und Vertretern der hessischen Hochschulen besucht Gremmels im Anschluss anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen Hessen und Wisconsin die Partnerhochschulen in Wisconsin. In Madison ist unter anderem ein Gespräch zur "State Democracy Research Initiative" geplant. Die Initiative steht beispielhaft für die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und der Stärkung demokratischer Institutionen und Gemeinschaften. In Milwaukee steht ein Besuch des Connected Systems Institute (CSI) auf dem Programm. Dort sollen aktuelle Entwicklungen und Kooperationsmöglichkeiten im Bereich vernetzter Systeme und digitaler Technologien im Mittelpunkt stehen.

Staatsminister Gremmels und die Delegation der Hochschulen werden außerdem vom Gouverneur des Bundesstaates Wisconsin, Tony Evers, empfangen.

Langjährige und vielfältige Beziehungen zwischen Hessen und den Vereinigten Staaten

Die Reise knüpft an die langjährigen und vielfältigen Beziehungen zwischen Hessen und den Vereinigten Staaten an, die in diesem Jahr 250. Jahre Unabhängigkeit feiern. Die hessischen Hochschulen unterhalten knapp 135 Kooperationen mit Hochschulen in den USA. Hinzu kommen die Partnerschaften der außeruniversitären Einrichtungen mit amerikanischen Institutionen.

Insbesondere die Kooperation mit Wisconsin hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem tragfähigen Netzwerk in Wissenschaft, Forschung und Bildung entwickelt. Rund ein Drittel aller Kooperationen der Hochschulen besteht mit Einrichtungen in Wisconsin. Ausgehend von der Partnerschaft zwischen Hessen und Wisconsin wurde im Dezember 1998 das erste Abkommen für den Bereich der Hochschulen zwischen dem HMWK und dem "University of Wisconsin-System" abgeschlossen. Bisher sind unter dem Dach der Landespartnerschaft 16 bilaterale entstanden. Seit der Unterzeichnung des Abkommens waren 1.180 Studierende aus Wisconsin zu Gast in Hessen. Im Gegenzug konnten 676 Studierende aus Hessen studiengebührenfrei an Universitäten in Wisconsin studieren.

Die wissenschaftlichen Beziehungen zwischen Hessen und Wisconsin sollen in Zukunft weiter vertieft und verstärkt werden, zum Beispiel in der Forschung. Eine Absichtserklärung zur Vertiefung der Zusammenarbeit hatten Wissenschaftsminister Gremmels und der Präsident des University of Wisconsin System bereits im August 2025 in Madison/Wisconsin unterzeichnet.

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