PHW-Gruppe Lohmann & Co. AG

03/12/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/13/2026 02:14

Kreislaufwirtschaft immer weiter entwickeln: PHW-Tochterfirma NDEnergie nimmt Biomethangasanlage in Bohmte in Betrieb

Regelmäßige Investitionen in regenerative Energiequellen sind fest in den Unternehmensstrukturen der PHW-Gruppe verankert. An allen Standorten des Familienunternehmens wurden in den vergangenen Jahrzehnten die Weichen für eine nachhaltige Unternehmensführung gelegt, um eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Mit der Inbetriebnahme der Biomethangasanlage der Tochterfirma NDEnergie in Bohmte bei Osnabrück wurde nun ein weiterer wichtiger Meilenstein mit Blick auf die Kreislaufwirtschaft im Kerngeschäftsfeld Geflügel erreicht. Das übergeordnete Ziel ist es, die eigene PHW-Infrastruktur so aufzubauen und weiterzuentwickeln, dass immer in Kreisläufen gedacht und Synergien geschaffen werden. "Die Biomethangasanlage der NDEnergie ermöglicht es uns, einen weiteren Kreislauf zu schließen. Neben Schweine- und Rindergülle wird auch Geflügelmist aus unserer Erzeugungskette aus einem Umkreis von bis zu 80 Kilometern verarbeitet. Aus dem Fermentationsprozess wird neben Biogas auch ein standardisierter Wirtschaftsdünger (125.000 t/a) gewonnen, der dem Ackerbau dann wieder nutzbar gemacht wird. Es wird kein zusätzliches Kohlenstoffdioxid produziert, sondern es kommt zu einer Rückgewinnung von hochreinem CO2 im gesamten Prozess. Diese wertvolle Ressource können wir schon heute in unseren Produktionsbetrieben einbinden und somit fossiles CO2 zu 100% ersetzen. Das entstehende Biogas kann zudem über die Umwandlung in CNG oder LNG als Kraftstoff für Fahrzeuge dienen", erklärt Rainer Aschenbroich, geschäftsführender Gesellschafter der NDEnergie. "Mit dieser Biomethangasanlage leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Energieversorgung in Deutschland."

Ein Meilenstein für die PHW-Gruppe - ein landwirtschaftliches Plus für Niedersachsen

Rund 40 Millionen Euro hat die PHW-Gruppe in die Biomethangasanlage investiert. Der Spatenstich fand Anfang 2024 statt. Nach fast zweijähriger Bau- und Inbetriebnahmephase ist die Biomethangasanlage nun im März 2026 in Betrieb gegangen und speist Biomethan in das Erdgasnetz ein. Mit dieser Anlage leistet die PHW-Gruppe einen wichtigen Beitrag für die Landwirtschaft in Niedersachsen: der Nährstoffkreislauf wird umweltschonend geschlossen und durch die fast ausschließliche Verwendung von Wirtschaftsdünger (Mist und Gülle) wird CO2-neutral ca. 80 Mio. kWh Biomethan pro Jahr erzeugt. Damit können rund 7.000 Haushalte bezogen auf 80 m2 Wohneinheiten mit Gas versorgt werden. Bei der Herstellung des Gases aus Biomethan werden keine fossilen Brennstoffe benötigt, da sich die Anlage nach der Inbetriebnahme autark mit Strom und Wärme versorgen kann. Das erzeugte Biomethan kann für die Versorgung von Haushalten in die Nutzung geführt werden, aber auch in den Kraftstoffsektor, wo dann fossile Treibstoffe durch z.B. Bio-CNG ersetzt werden können. Ferner trägt die zusätzliche Gewinnung von flüssigem CO2 zu einer Einsparung des CO2-Bedarfs aus fossilen Quellen für die PHW-Gruppe bei. Eine Besonderheit der Biomethangasanlage ist zudem, dass diese selbst energetisch betrachtet, komplett autark ist: Der benötigte Strom- und Wärmebedarf wird mittels einem eigenen Blockheizkraftwerk mit einer Feuerungswärmeleistung von 2,9 MW, sowie einer PV-Anlage mit 950 kWp abgedeckt.

Investitionen in klimafreundlichere Technologien

Die Unternehmensgruppe beschäftigt sich mit vielen verschiedenen Energiequellen, die über PV und Windenergie hinausgehen. 2024 hat die PHW-Gruppe mehrere Millionen Euro für Umweltprojekte bereitgestellt, um unabhängiger vom Energiemarkt zu sein und so die Zukunftsfähigkeit der Produktionsbetriebe zu gewährleisten. Die Gruppe strebt an, Jahr für Jahr weitere Investitionen für alle Standorte der PHW-Gruppe in diesem Bereich zu tätigen. "Als Familienunternehmen arbeiten wir kontinuierlich an der Reduktion unserer eigenen Treibhausgasemissionen und verpflichten uns damit, einen Beitrag zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs zu leisten. Die PHW-Gruppe bekennt sich zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens und arbeitet intensiv daran, ihre Klimastrategie konsequent weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang haben wir uns Ende 2024 SBTi verpflichtet und setzen uns damit wissenschaftsbasierte Klimaziele", sagt Katrin Metschies, Leiterin Zentrales Nachhaltigkeitsmanagement und Unternehmenskommunikation bei der PHW-Gruppe.

Kreislaufwirtschaft als Leitgedanke

Die Infrastruktur der PHW-Gruppe, zu der mehr als 45 PHW-Tochterfirmen europaweit zählen, ist vom zentralen Leitgedanken geprägt, in Kreisläufen zu handeln und Synergien zu schaffen. Das Kerngeschäftsfeld ist die Geflügelfleischerzeugung und -verarbeitung. Besonders stolz ist das Familienunternehmen auf die vertikale Integration, die in diesem Bereich aufgebaut wurde und damit einhergehend auf die fundierte Kreislaufwirtschaft. So wird z.B. das komplette Tier verarbeitet. Die Schlachtnebenprodukte aus den Schlachtereien werden von der Tochterfirma GEPRO zu wertvollen Proteinprodukten und Fetten für die Heimtiernahrung veredelt. Am Ende einer holistischen Wertschöpfungskette wird ein komplett neuer Verwertungsprozess gestartet.

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