09/01/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/31/2026 23:08
Rund 13.600 Menschen müssen am Dienstagmorgen, 1. September 2026, in Wilhelmshaven wegen einer anstehenden Bombenentschärfung evakuiert werden. Die Evakuierung beginnt ab 8 Uhr, indem Kräfte der Polizei unterstützt von weiteren Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei, der Feuerwehr und der Bundeswehr in dem 1.000-Meter-Radius unterwegs. Sie werden auch mit Lautsprecherwagen durch das betroffene Gebiet fahren, um die dort lebenden Menschen zu informieren. Bis 11 Uhr müssen alle das Gebiet verlassen haben. Die Stadt Wilhelmshaven weist darauf hin, dass wichtige Ausweisdokumente sowie ggf. benötigte Medikamente mitgenommen werden sollen. Was mit Haustieren geschieht, entscheiden die Besitzer*innen in eigener Verantwortung. Es wird darum gebeten, auch Nachbar*innen und Nachbarn zu informieren, die möglicherweise keinen Zugang zu aktuellen Informationen haben
Wer nicht weiß, wo er hinsoll, findet in den angrenzenden Sporthallen am Mühlenweg, an der Bremer Straße und am Gotthilf-Hagen-Platz Unterschlupf. Die drei Sporthallen werden als Notunterkünfte ab 8 Uhr öffnen. Dabei ist die Halle an der Bremer Straße allerding nichts barrierefrei.
Die in dem Gebiet liegenden Schulen (Grundschule Rheinstraße und Schule an der Deichbrücke) können heute ebenso nicht öffnen wie die dort liegenden Kindertagesstätten (Lüttje Oog, Arche Noah, Inselviertel, Christuskindergarten, Kinderspielhaus). Eltern müssen ihre Kinder also anderweitig betreuen lassen.
Der Krisenstab der Stadt kümmert sich derweil um die betroffenen Alten- und Pflegeheime und stellt sicher, dass die dort lebenden und arbeitenden Personen, wenn nötig, evakuiert werden. Dabei werden sie von den Rettungsdiensten sowie den Stadtwerke-Verkehrsbetrieben unterstützt. Der Linienverkehr wird aus diesem Grund heute ab 8 Uhr eingestellt. Die Schülerbeförderung findet zuvor aber regulär statt. Auch der Bahnverkehr ist von der Evakuierung beeinträchtigt, da der Bahnhof im Evakuierungsbereich liegt und seinen Betrieb einstellen muss.
Drohnenüberflüge über das Gebiet sind verboten. Die Polizei und die Bundeswehr werden entsprechende Maßnahmen zur Durchsetzung des Verbots durchführen.
Der Krisenstab der Stadt tagt seit Montagnachmittag und bereitet die bevorstehende Evakuierung in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden vor. Weitere Informationen folgen fortlaufend. Unter Telefon 04421 / 16 16 16 ist das Bürgertelefon zu erreichen.
Info:
Bei Arbeiten im Marinearsenal wurde am Montagnachmittag, 31. August 2026, eine Bombe gefunden. Der umgehend hinzugezogene Kampfmittelbeseitigungsdienst bestätigte, dass es sich bei dem Kampfmittel um eine amerikanische 5-Zentner-Bombe handelt, die über zwei Zünder verfügt. Auch wenn es sich dabei um keine Langzeitzünder handelt, besteht ein Restrisiko des Zündsystems. Damit die Bombe zeitnah entschärft werden kann, muss kurzfristig ein Radius von 1.000 Metern um die Bombe evakuiert werden.