03/12/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/12/2026 09:20
Neue Sammelstellen für Smartphones und Tablets im Kreis Minden-Lübbecke
Alte Handys in der Schublade? Damit sind viele Haushalte nicht allein: Schätzungen zufolge liegen in Deutschland rund 195 Millionen ausgediente Mobiltelefone ungenutzt herum. Im Kreis Minden-Lübbecke soll sich das nun ändern: Ab dem Weltrecyclingtag am 18. März können Mobiltelefone und Tablets an mehreren Stellen im Kreisgebiet datensicher abgegeben werden. Neue Sammelbehälter stehen im Rathaus I in Porta Westfalica, im Kreishaus in Minden sowie an den Wertstoffhöfen der EMiL AöR im Ressourcenzentrum Pohlsche Heide in Hille, am Wertstoffhof Lübbecke und am Wertstoffhof Hüllhorst bereit. Der Auftakt der Aktion in Porta Westfalica wird am 18. März um 10 Uhr von der Verbraucherzentrale NRW begleitet. Vor Ort wird über das Thema informiert, und die ersten 50 Personen, die ein Gerät abgeben, erhalten eine kleine Überraschung.
Smartphones enthalten über 50 verschiedene Metalle - darunter wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber und Kupfer sowie seltene Erden. Deren Abbau ist häufig mit erheblichen Umweltbelastungen und problematischen Arbeitsbedingungen verbunden. Wer sein altes Handy fachgerecht entsorgt, leistet einen wichtigen Beitrag zum sogenannten "Urban Mining", also zur Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe aus Elektroschrott. Das reduziert den Bedarf an neu gewonnenen Ressourcen und schont Klima und Umwelt. Defekte Geräte können auch im Handel zurückgegeben werden - etwa in Elektrogeschäften (ab 400 m² Verkaufsfläche) sowie in Supermärkten und Discountern (ab 800 m²). Keinesfalls gehören sie in den Hausmüll. Noch besser ist es, wenn ein Gerät ein zweites Leben bei einer anderen Person erhalten kann. "Die Herstellung eines neuen Smartphones verursacht erhebliche CO₂-Emissionen - von der energieintensiven Produktion über die Rohstoffgewinnung bis zum weltweiten Transport. Wird ein Gerät länger genutzt, ist das ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz", erklärt Cornelia Franke-Röthemeyer von der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Minden.
Das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Porta Westfalica, der EMiL AöR und der Kreisverwaltung Minden-Lübbecke schafft zusätzliche Möglichkeiten, Altgeräte unkompliziert und datensicher abzugeben. Ein Besuch bei der Stadt- oder Kreisverwaltung oder eine Fahrt zum Wertstoffhof kann so direkt genutzt werden, um ausgediente Geräte verantwortungsvoll zu entsorgen. Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit der Firma JuRec-IT. Im Rahmen des Angebots "Freddy Datenfresser" stellt JuRec-IT gesicherte Sammelbehälter bereit und garantiert einen zertifizierten, datenschutzkonformen Verarbeitungsprozess. Ein Teil der Erlöse aus der Weiterverwendung der Altgeräte wird gespendet: Bei den Sammelboxen der EMiL AöR und der Kreisverwaltung geht die Spende an die Biologische Station Minden-Lübbecke e. V. Die Stadt Porta Westfalica verbindet die Einführung ihrer Sammelbox mit einer Bürgerabstimmung darüber, welchem Zweck die Spende zugutekommen soll.
Die Maßnahme "Recycling von IT-Altgeräten" wurde mit Unterstützung des Projektes CirQualityOWL plus entwickelt und 2025 im Handlungsfeld Nachhaltigkeit & Ressourcen in die Klimaoffensive des Kreises Minden-Lübbecke aufgenommen. Sie ist ein weiterer Baustein für mehr Ressourcenschonung und Klimaschutz im Kreisgebiet.
Foto (v.l.): Dezernent Matthäus Schmidt, Henning Schreiber (Vorstand/CEO der EMiL AöR), Dr. Frederik Wegener (Klimaschutzmanager Kreis Minden-Lübbecke), Carina Hoppmann (Klimaschutzmanagerin Porta Westfalica), Cornelia Franke-Röthemeyer (Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Minden). Foto: Pia Driftmann/Kreis Minden-Lübbecke