07/02/2026 | Press release | Distributed by Public on 07/02/2026 06:44
Am 04. Juli 2026 probt der Landkreis Hameln-Pyrmont gemeinsam mit den kreisangehörigen Kommunen erneut den Ernstfall.
Mit dem "kreisweiten Warntag", der regelmäßig am ersten Samstag eines Quartals stattfindet, soll den Menschen verdeutlicht werden, mit welchen Warn-Systemen die zuständigen Behörden warnen können, wenn eine Großschadenslage oder Katastrophe bereits eingetreten ist oder unmittelbar bevorsteht.
Um 12:00 Uhr ertönt zur Ankündigung der Probe-Warnung gewohntermaßen kreisweit das Sirenensignal "Entwarnung" (einminütiger Dauerton).
Um 12:06 Uhr werden das Sirenensignal "Warnung der Bevölkerung" (einminütiger auf- und abschwellender Heulton) sowie die Warn-App "NINA" ausgelöst. Zeitgleich werden zusätzlich Informationen über die Social-Media-Kanäle des Landkreises Hameln-Pyrmont und der Kooperativen Regionalleitstelle Weserbergland (KRL) zur Verfügung gestellt.
Um 12:12 Uhr wird der kreisweite Warntag wiederum mit dem Sirenensignal "Entwarnung" - also dem einminütigem Dauerton - offiziell beendet.
Der Zugang zu den Social-Media-Kanälen des Landkreises bzw. der Kooperativen Regionalleitstelle (KRL) sowie weitere Hinweise zum Thema Warnung der Bevölkerung im Landkreis Hameln-Pyrmont sind hier zu finden.
Sollte das Sirenensignal "Warnung der Bevölkerung" im Ernstfall zu hören sein, werden vom Landkreis Hameln-Pyrmont bestimmte Verhaltensweisen zum Selbstschutz und zur Informationsbeschaffung wie folgt empfohlen:
(bei Stromausfall: z. B. Autoradio)
"Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, besondere Vorkommnisse im Zusammenhang mit den vorhandenen Sirenen oder auch technische Defekte, direkt an uns zu melden. Zur schnellstmöglichen Fehlerbeseitigung und Optimierung sollten die Standortangaben und Sachverhaltsbeschreibungen so exakt wie möglich erfolgen" so Björn Lönnecker, stellvertretender Leiter des Amtes für Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst beim Landkreis Hameln-Pyrmont.
Die Meldeadresse lautet [email protected]
Bereits bekannt ist der Ausfall von insgesamt elf Sirenen im Kreisgebiet. Davon befinden sich fünf Sirenen auf dem Gebiet des Flecken Aerzen, in den Ortsteilen Aerzen (Bahnhofstraße), Dehmkerbrock (Wömpeners Weg), Groß Berkel (Ohrsche Straße), Grupenhagen (Brands Koppelweg) und Reinerbeck (Alverdisser Straße). Weitere zwei Sirenen befinden sich auf dem Gebiet des Flecken Coppenbrügge in den Ortsteilen Diedersen (Hellsieksweg) und Marienau (Knickstraße). Auch auf dem Gebiet der Gemeinde Emmerthal befinden sich zwei Sirenen, hier in den Ortsteilen Esperde (Osterstraße) und Ohr (Berkeler Straße). Je eine weitere Sirene befindet sich auf dem Gebiet der Stadt Hessisch Oldendorf im Ortsteil Heßlingen (Kapellenstraße) sowie auf dem Gebiet der Stadt Bad Münder im Ortsteil Hachmühlen (Neustädter Straße). Diese Sirenen können im Zuge des Warntages nicht ausgelöst werden.
Während der technische Ausfall der Sirenen die aktuellen Herausforderungen im Bereich des Katastrophenschutzes verdeutlicht, zeigte sich die personelle und organisatorische Stärke der Einsatzkräfte an anderer Stelle von ihrer besten Seite: Am 13. Juni 2026 wurde in der Innenstadt von Hameln, rund um die Marktkirche und das Hochzeitshaus, in der Stadtgalerie Hameln sowie an der Bushaltestelle City/Pfortmühle der zweite Blaulichttag im Landkreis Hameln-Pyrmont abgehalten. Dieser war eine äußerst erfolgreiche Veranstaltung, die eindrucksvoll demonstrierte, wie vielfältig und wichtig die Arbeit der verschiedenen Einsatz- und Rettungsorganisationen ist. Besucher aller Altersgruppen konnten durch zahlreiche Informationsstände, Fahrzeugausstellungen, Vorführungen und Mitmachaktionen einen praxisnahen Einblick in den Alltag von Feuerwehr, Polizei, THW, Rettungsdiensten und anderen Hilfsorganisationen gewinnen.
Der direkte Kontakt zwischen den Einsatzkräften und der Bevölkerung erwies sich als besonders wertvoll. Es wurde dabei deutlich, wie wichtig Teamarbeit, gegenseitige Unterstützung und eine gute Kooperation der einzelnen Organisationen sind, um Menschen in Not schnell und effektiv zu helfen. Die Veranstaltung bot gleichzeitig die Gelegenheit, Vorurteile abzubauen und das Verständnis für die oft ehrenamtlich geleistete Arbeit zu fördern.
Nicht nur, dass der Blaulichttag Informationen vermittelte und Unterhaltung bot - er trug auch dazu bei, dass die vielen engagierten Helferinnen und Helfer wertgeschätzt wurden. Er hat maßgeblich zur Festigung des Gemeinschaftsgefühls beigetragen und demonstriert, wie essenziell die Blaulichtorganisationen für die Sicherheit unserer Gesellschaft sind.
Die nächste und letzte kreisweite Warntag für 2026 findet am 2. Samstag des vierten Quartals 2026, am 10. Oktober 2026, statt.
Der nächste bundesweite Warntag ist für den 2. Donnerstag im September, also den 10. September 2026, geplant.