06/14/2026 | Press release | Archived content
Schwerpunktthema: Pressemitteilung
14. Juni 2026 14. Juni 2026
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlegt seinen Amtssitz für drei Tage nach Baden-Württemberg. Vom 30. Juni bis 2. Juli führt er seine Amtsgeschäfte von Lörrach aus. Mit seiner Besuchsreihe "Ortszeit Deutschland" verlässt der Bundespräsident den Berliner Amtssitz und besucht Regionen abseits der Metropolen, um dort mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Der Bundespräsident wählt dafür Orte, an denen Menschen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel auf ganz unterschiedliche Weise erlebt und aktiv gestaltet haben.
Lörrach mit seinen rund 51.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt im äußersten Südwesten Deutschlands und bildet das Zentrum im deutschen Teil des dortigen Dreiländerecks. Die Nähe zu Basel und die enge Verflechtung mit der Schweiz und Frankreich haben aus der einstigen Industrie- und Grenzstadt einen vernetzten Lebens-, Arbeits- und Kulturraum gemacht. Als eine der von Berlin am weitesten entfernten Städte liegt Lörrach zugleich an der Peripherie Deutschlands. Die Grenzlage, das grenzüberschreitende Zusammenleben und die sich daraus ergebenden Vorteile und Herausforderungen werden ein wichtiges Thema dieser Ortszeit sein.
Zum Auftakt trifft der Bundespräsident im Rathaus mit Kommunalpolitikerinnen und -politikern zusammen und kommt beim Gang durch die Stadt und über den Wochenmarkt mit den Menschen ins Gespräch. Mit den Mitgliedern des Jugendrates der Stadt spricht er über die Anliegen und das politische Engagement junger Menschen und geht gemeinsam mit ihnen zum Schülerforschungszentrum phaenovum, wo er junge Forscherinnen und Forscher trifft und ihre Projektarbeit kennenlernt.
Am Standort Lörrach des aus Frankreich stammenden Automobil-Zulieferers ARaymond informiert sich der Bundespräsident über Ausbildung und Fachkräftesicherung des produzierenden Mittelstands im Wettbewerb mit dem Schweizer Arbeitsmarkt. Im Quartierscafé des Fördervereins Seniorenzentrum St. Fridolin packt der Bundespräsident beim ehrenamtlich organisierten Mittagstisch selbst mit an. Er hilft beim Austeilen des Essens und kommt beim gemeinsamen Mittagessen mit Seniorinnen und Senioren ins Gespräch. An seiner "Kaffeetafel kontrovers" diskutiert das Staatsoberhaupt mit Bürgerinnen und Bürgern über Fragen, die das Leben im Dreiländereck prägen: die Sicherheit an der Grenze, wie Lörrach bezahlbar bleibt und welche Standortvorteile die Stadt im Vergleich zur Schweiz bietet.
Auch die reiche Demokratiegeschichte der Stadt rückt während der Ortszeit in den Blick. Auf einem Stadtspaziergang, unter anderem vorbei am Alten Rathaus, an dem Gustav Struve 1848 die Deutsche Republik ausrief, begibt sich der Bundespräsident an Orte, die an die frühe Geschichte der Demokratie in Deutschland erinnern. Auch ein Konzert im Rahmen des STIMMEN-Festivals im Burghof Lörrach sowie eine Fahrradtour in die schweizerische Nachbargemeinde Riehen durch den binationalen Landschaftspark Wiese mit einem Besuch des renommierten Kunstmuseums Fondation Beyeler stehen auf dem Programm.
Die Ortszeit endet mit einer feierlichen Ordensveranstaltung im Werkraum Schöpflin. Der Bundespräsident verleiht dort engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Baden-Württemberg den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
Lörrach in Baden-Württemberg ist die neunzehnte Station der "Ortszeit Deutschland", die den Bundespräsidenten zuvor nach Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern, Andernach in Rheinland-Pfalz, Neuruppin in Brandenburg, Delitzsch in Sachsen, Stadtallendorf in Hessen, Nordhorn in Niedersachsen, Stendal in Sachsen-Anhalt, Weiden in Bayern, Espelkamp in Nordrhein-Westfalen, Meiningen in Thüringen, Eckernförde in Schleswig-Holstein, Senftenberg in Brandenburg, Völklingen im Saarland, Freiberg in Sachsen, Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern, Rottweil in Baden-Württemberg, Quedlinburg in Sachsen-Anhalt und Altenburg in Thüringen führte. Der Bundespräsident sucht sich bewusst Orte aus, die - auf sehr unterschiedliche Weisen - mit Wandel umgehen und Herausforderungen der Gegenwart meistern.
Der Bundespräsident bringt Zeit mit, ist ansprechbar und sucht spontane Begegnungen. Er möchte erfahren, was den Menschen Mut und Hoffnung macht und was sie skeptisch gegenüber unserer Demokratie und ihren Institutionen werden lässt. Er will Eindrücke davon gewinnen, was die Menschen vor Ort umtreibt und auch motiviert, Verantwortung zu übernehmen, und was dies wiederum für politische Entscheidungsträger bedeuten kann. Bundespräsident Steinmeier zum Konzept seiner Ortszeiten in den Regionen: Demokratie braucht Austausch, Austausch braucht Nähe, Nähe braucht Begegnung, und Begegnung braucht Zeit.
Schwerpunktthema: Termin
Lörrach, , 30. Juni 2026 30. Juni 2026
"Ortszeit Deutschland" - Bundespräsident Steinmeier verlegt seinen Amtssitz für drei Tage nach Lörrach in Baden-Württemberg.