Landtag Nordrhein-Westfalen

02/25/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/25/2026 06:24

Diplomatinnen im Dialog ( externer Link, öffnet in neuem Tab )

25.02.2026

Diplomatinnen im Dialog

Bei dem Format "Together we grow" diskutieren Generalkonsulinnen aus verschiedenen Ländern über internationale Beziehungen, zentrale Krisenherde in der Welt und globale Herausforderungen aus der Perspektive von Frauen. Die regelmäßige Gesprächsrunde hat die Vizepräsidentin des Landtags, Berivan Aymaz, ins Leben gerufen.

Bei "Together we grow" diskutieren Diplomatinnen und Expertinnen über die internationale Fragen der Politik. - © Landtag NRW/Ingo Lammert

Bei dem aktuellen Netzwerktreffen war Dr. Ricarda Brandts, Vorstandsvorsitzende der UNO-Flüchtlingshilfe, als Impulsgeberin zu Gast und sprach zum Thema "Zwischen Nothilfe und Perspektive: Herausforderungen für den UNHCR weltweit und in der Autonomen Region Kurdistan".

Aymaz erinnerte zu Beginn des Treffens an den Jahrestag des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und versicherte die ungebrochene Solidarität mit der Ukraine und ihrer Menschen.

Im Anschluss berichtete sie von ihrer Reise Anfang des Monats in die Autonome Region Kurdistan. Dort hatte sie neben politischen Gesprächen mit Vertretern der Regionalregierung unter anderem auch das Flüchtlingslager Mam Rashan besucht, in dem über 4.000 Jesidinnen und Jesiden als Binnenflüchtlinge Schutz gefunden haben. Sie mussten vor über 11 Jahren aus ihren Herkunftsgebieten vor den Angriffen des sogenannten Islamischen Staates flüchten.

"Die vielen Gespräche und Eindrücke meiner Reise verdeutlichen noch einmal mehr, wie wichtig es ist, internationale Verantwortung nicht abstrakt zu diskutieren, sondern konkrete Perspektiven für die Menschen vor Ort in den Mittelpunkt zu stellen. Flüchtlingshilfe ist weit mehr als Nothilfe, über die strukturelle Hilfe wird langfristige Integration gewährleistet. Fatal ist jedoch, dass für diese wertvolle Arbeit immer weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Neben den USA und der EU hat auch Deutschland die Mittel für die internationale humanitäre Hilfe gekürzt. Umso wichtiger bleibt daher der zivilgesellschaftliche Beitrag, der über den Einsatz der UNO-Flüchtlingshilfe vor Ort ankommt.", betonte Berivan Aymaz.

Die Vizepräsidentin des Landtags, Berivan Aymaz, mit den Teilnehmerinnen des Netzwerktreffens. - © Landtag NRW/Ingo Lammert

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