03/12/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/12/2026 11:10
Die Schlossberghalle weist erhebliche bauliche, technische und energetische Mängel auf. Besonders das Dach ist in Teilen schadhaft und undicht, wodurch Feuchtigkeit in die Baukonstruktion eindringen kann. "Die Schlossberghalle ist ein wichtiger Ort für den Schul- und Vereinssport sowie für das gesellschaftliche Leben in Haagen. Mit dem dritten Bauabschnitt wollen wir die Halle nachhaltig modernisieren und für die Zukunft sichern", sagt Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić und ergänzt: "Ich freue mich sehr, dass das nächste Sanierungsprojekt startet. Mit eisernem Willen bauen wir den Sanierungsstau Stück für Stück ab."
Um weitere Schäden zu begrenzen, wurde im Jahr 2025 kurzfristig eine Dachrandsanierung durchgeführt. Diese Maßnahme stellt jedoch lediglich eine temporäre Lösung dar - eine umfassende Sanierung des Dachs bleibt weiterhin notwendig.
Auch Fassade und Fenster entsprechen nicht mehr heutigen energetischen Anforderungen. Im Innenbereich zeigen sich deutliche Abnutzungserscheinungen, unter anderem in den Eingangsbereichen sowie bei der Beleuchtung. Zudem besteht Modernisierungsbedarf bei sicherheitsrelevanten Einrichtungen wie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Brandmeldeanlage und Löschtechnik. Diese Defizite beeinträchtigen sowohl die Energieeffizienz als auch die langfristige Nutzung der Halle.
In den vergangenen Jahren wurden bereits zwei Bauabschnitte der Hallensanierung umgesetzt. Mit dem dritten Bauabschnitt sollen die noch ausstehenden Maßnahmen abgeschlossen werden. Geplant ist eine ganzheitliche Sanierung mit baulichen, technischen und energetischen Verbesserungen. Dazu zählen insbesondere die Erneuerung von Dach und Fassade, die Modernisierung der elektrotechnischen Anlagen einschließlich der Beleuchtung sowie umfassende Brandschutzmaßnahmen. Vorgesehen sind unter anderem eine neue Sicherheitsbeleuchtung mit separatem Batterieraum, die Erweiterung der Brandmeldeanlage, die Optimierung der Flucht- und Rettungswege sowie die Ertüchtigung der Rauch- und Wärmeabzugsanlagen.
Zunächst sollen die Planungsleistungen für die Leistungsphasen 1 bis 3 nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) vergeben werden. Diese umfassen die Grundlagenermittlung, Vorplanung und Entwurfsplanung einschließlich einer detaillierten Kostenberechnung. Die Planungen sollen 2026 beginnen und bis zum zweiten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Anschließend werden die Ergebnisse erneut den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt.
Für die Planungsleistungen stehen im Haushalt 2026 Mittel in Höhe von 200.000 Euro zur Verfügung. Eine erste Grobkostenschätzung aus dem Jahr 2025 geht von Gesamtkosten von rund 4,23 Millionen Euro brutto einschließlich Baunebenkosten aus. Aufgrund der frühen Projektphase liegt die Kostensicherheit derzeit bei etwa ±50 Prozent; mögliche Baupreissteigerungen sind darin noch nicht berücksichtigt.
Die mittelfristige Finanzplanung der Stadt sieht für das Jahr 2027 rund 1,45 Millionen Euro und für 2028 rund 2,58 Millionen Euro vor. Parallel hat die Stadt Fördermittel aus dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten" beantragt. Über die Höhe einer möglichen Förderung ist derzeit noch nicht entschieden.
Nach aktuellem Zeitplan könnte das Vergabeverfahren für die Planungsleistungen bis Ende 2026 abgeschlossen werden. Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen, die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten für Ende 2028.
Während der Bauphase kann es zu temporären Einschränkungen bei der Nutzung der Halle kommen. Die Stadt prüft jedoch, wie sich Beeinträchtigungen für den Schul- und Vereinssport möglichst gering halten lassen. So sollen beispielsweise besonders lärmintensive oder sicherheitsrelevante Arbeiten möglichst in Ferienzeiten durchgeführt werden. Genauere Aussagen zu Bauabschnitten, möglichen Sperrzeiten und Ausweichmöglichkeiten können erst nach Abschluss der Planungsphase getroffen werden.