Landeshauptstadt Potsdam

01/26/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/26/2026 06:41

033 | Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Pressemitteilung Nr. 33 vom 26.01.2026 Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, dem 27. Januar, erinnert Potsdam mit mehreren Veranstaltungen an die Opfer der NS-Verbrechen
© Büloff
Gedenken in der Gedenkstätte Lindenstraße 2018 | Foto: Büloff
26.01.2026

Potsdam erinnert am Dienstag, 27. Januar 2026, an die Opfer des Nationalsozialismus mit mehreren Aktionen und Veranstaltungen zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel betont: "Das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus ist Auftrag und Verantwortung zugleich - für unsere Stadt, für unsere Schulen, für jede Generation. Wo Menschen ausgegrenzt und entmenschlicht werden, braucht es klare Haltung: Potsdam steht für Vielfalt und ein entschiedenes Nein zu Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit."

Den Auftakt bildet am 27. Januar um 15 Uhr eine Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Lindenstraße. Dort sprechen Torsten Wiegel, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, die frauenpolitische Akteurin Jenny Pöller, Rabbiner Ariel Kirzon sowie Gedenkstättenleiterin Maria Schultz. Durch das Programm führt Thomas Götz von der Fördergemeinschaft Lindenstraße. Der Geltower Posaunenchor begleitet musikalisch. Im Anschluss lädt die Gedenkstätte zu einer Lesung aus dem Buch "Die Jacobsleiter" von Jacob Shepetinski ein, der 1941 eine Massenerschießung der SS überlebte und floh aus dem Slonimer Ghetto floh, um sich den Partisanen anzuschließen.

Um 16:30 Uhr legt Oberbürgermeisterin Noosha Aubel gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Blumen auf dem Willi-Frohwein-Platz nieder. Danach eröffnet sie um 17 Uhr im Thalia Kino eine weitere Gedenkveranstaltung mit einem Film über die Auschwitzüberlebenden und Zeitzeugen Willi Frohwein und Otto Wiesener, die von Schülerinnen und Schülern der Waldorfschule Potsdam mitgestaltet wird. Über unterschiedliche Formen des Erinnerns sprechen anschließend Sibylla Hesse, Lehrerin an der Waldorfschule Potsdam, Jonas Flöck von den Jusos Potsdam sowie der Robert Bismark, Auszubildender am Oberstufenzentrum 2. Robert Bismark putzt mit seiner Klasse bereits am Vormittag des 27. Januars Stolpersteine in der Potsdamer Innenstadt und verbindet damit praktisches Engagement mit gelebter Erinnerungskultur.

Der 27. Januar ist seit 1996 ein bundesweiter Gedenktag und bezieht sich auf die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945. Potsdam setzt an diesem Tag ein sichtbares Zeichen des Erinnerns und der Verantwortung - getragen von Stadtgesellschaft, Schulen und engagierten Initiativen.

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