04/20/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/20/2026 07:30
Nach einem Rundgang über die Hannover Messe betonte Bundeskanzler Friedrich Merz, dass das diesjährige Motto "Think Tech Forward" "von vielen Unternehmen, die hier ausstellen, auch von sehr vielen deutschen Unternehmen, in die Tat umgesetzt wird". Zwei Exponate imponierten ihm dabei besonders: "Ich habe Bauteile aus der Herzkammer eines zukünftigen Kernfusionsreaktors bestaunen können", erklärte der Kanzler.
Zudem überzeugte er sich von den Fortschritten bei der Entwicklung humanoider Roboter: "Es freut mich zu sehen, dass sich unsere Industrie dem internationalen Wettbewerb auf diesem wichtigen Feld stellt." Die Bundesregierung werde alles tun, damit Deutschland ein wettbewerbsfähiger Industriestandort bleibe. Denn "genau das ist es, was das Tor zur Welt hier in Hannover zum Ausdruck bringt: Deutschland kann Industrie", betonte der Bundeskanzler.
Bundeskanzler Friedrich Merz:
Meine Damen und Herren, noch einmal herzlich willkommen, auch von meiner Seite!
Teile des Rundgangs habe ich zusammen mit dem brasilianischen Staatspräsidenten Lula da Silva machen können. Wir beenden jetzt unseren nur kleinen Rundgang hier auf der Hannover Messe 2026. Das Motto der diesjährigen Hannover Messe lautet "Think Tech Forward" - denken Sie Technologie nach vorn. Das ist ein gutes Motto für diese Messe. Denn wir konnten uns bei unserem Rundgang davon überzeugen, dass dieses Motto von vielen Unternehmen, die hier ausstellen, auch von sehr vielen deutschen Unternehmen, in die Tat umgesetzt wird.
Ich freue mich, dass Brasilien das Partnerland der Hannover Messe 2026 ist. Denn viele Unternehmen aus Brasilien sind hier, viele Unternehmen aus Deutschland sind dort. Wir haben eine über 150-jährige Partnerschaft der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Das macht mich zuversichtlich, dass unsere Industrie den enormen Wandel, den sie im Augenblick weltweit durchläuft, auch erfolgreich bewältigen kann.
Ich konnte heute besichtigen, dass die deutsche Industrie in wichtigen Bereichen wie Robotik, künstliche Intelligenz, -Mobilität, Fusionstechnologie exzellent aufgestellt ist.
Erlauben Sie mir, dass ich zur Fusionstechnologie ein Wort sage: Wir haben in der Bundesregierung nicht nur die Fusionstechnologie als eine der großen Technologien auf unsere Hightech-Agenda gesetzt, sondern wir haben den Ehrgeiz, dass wir in Deutschland den ersten Fusionsreaktor ans Netz nehmen wollen. Das wird eine Revolution in der Energieerzeugung und in der Energieversorgung für unser Land sein.
Mir haben besonders zwei Exponate imponiert, die ich an dieser Stelle stellvertretend für die vielen innovativen Produkte auf der Messe erwähnen möchte:
Das ist eben dieser Fusionsreaktor, die Herzkammer eines zukünftigen Kernfusionsreaktors. Wir werden dort einmal zur Erzeugung des Fusionsbrennstoffes Tritium gelangen. Das ist ein großer Durchbruch. Ziel der Bundesregierung ist es, dieser Fusionstechnologie so zum Durchbruch zu verhelfen, dass wir damit auch ein Kraftwerk bauen können. Wir gehören heute schon zur absoluten Weltspitze in der Erforschung dieser Technologie.
Dann war ich gerade noch einmal bei Agile Robots, einem Unternehmen, das im Bereich humanoider Roboter wirklich überzeugen kann. Der eine oder andere von Ihnen wird es gesehen haben, dass ich vor einigen Wochen in China war und mir dort eine entsprechende Produktion angeschaut habe. Aber was China kann, kann Deutschland auch. Wir sind im Bereich der humanoiden Roboter eben auch an der Weltspitze mit einem Unternehmen in Deutschland, aus Deutschland heraus.
Es freut mich also zu sehen, wie die deutsche Wirtschaft im internationalen Wettbewerb bestehen kann. Wir werden eine ganze Reihe von weiteren Technologien auch mit unserer Hightech-Agenda fördern. Ich freue mich, dass mich die beiden Bundesministerinnen Katherina Reiche und Dorothee Bär hier auf dieser Messe begleiten. Das sind die beiden Ressorts, die für diese technologische Entwicklungen auch mit verantwortlich sind. Ich kann Ihnen aus meiner Sicht sagen: Die Bundesregierung wird mit ihrer Politik alles tun, damit Deutschland ein erfolgreicher, innovativer Wirtschaftsstandort bleibt. Der Kollege Lies ist als Ministerpräsident des Landes Niedersachsen hier auch der Gastgeber der Hannover Messe. Wir sind uns einig, dass wir hier viel tun müssen, dass wir auf diesem Weg weiter voranschreiten müssen. Ich freue mich einfach, die Zuversicht von dieser Messe auch in die Arbeit nach Berlin mitzunehmen, die da lautet: Wir haben so viel Potenzial, wir haben so viele Möglichkeiten.
Und last, but not least: Wir haben engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben, nicht nur in den Unternehmensleitungen, sondern auch in der operativen Tätigkeit in den Unternehmen. Viele von denen sind auch hier auf der Messe.
Ich wünsche Ihnen einfach eine gute und erfolgreiche Hannover Messe 2026, und ich freue mich sehr, dass Sie mit so viel Engagement und Zuversicht hier auf dieser Messe dabei sind. Sie können sich darauf verlassen: Die Bundesregierung wird alles tun, damit die Hoffnungen und die Wünsche, die Sie auch für Ihre Firmen haben, in Erfüllung gehen, dass wir ein wettbewerbsfähiger Industriestandort bleiben.
Genau das ist es, was das Tor zur Welt hier in Hannover zum Ausdruck bringt: Deutschland kann Industrie. - Wir wollen weiter auf diesem Weg vorangehen, und wir werden dafür aus der Bundesregierung alles tun, dass dies auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten möglich bleibt.
Nächstes Jahr, Herr Köckler, wird die Hannover Messe 80 Jahre - ein Grund zum Feiern im nächsten Jahr. Aber zunächst einmal für dieses Jahr eine gute Partnerschaft mit Brasilien und eine erfolgreiche Hannover Messe 2026!
Vielen Dank.